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| Eine Reise
von Johann, Ursel, Angela und Andreas Meyer im September 2001 von
Vancouver Richtung Calgary. |
| Eine Karte
der Reiseroute können Sie sich durch den Link oben anzeigen lassen. |
| Samstag,
01.09.2001 - Tag 1 |
Um 3:00 Uhr
morgens klingelt der Wecker, aber das stört mich gar nicht denn ich
konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Auch Ursel, Johann und Angela
springen gleich aus den Betten. Wir vier freuen uns sehr auf unseren 4-wöchigen
Trip und haben natürlich alles parat, als um halb 5 der Taxibus anrollt.
Knapp eine Stunde später erreichen wir den Flughafen Hamburg Fuhlsbüttel.
Auch wenn wir erst um 8:40 abfliegen vergeht die Zeit sehr schnell. Bis
Frankfurt ist es nur ein Katzensprung, allerdings haben wir hier einen längeren
Aufenthalt den wir uns mit einem letzten deutschen Essen bei McDonald`s
verkürzen. Als wir am Gate eintreffen wird uns mitgeteilt, dass das
Flugzeug ein Defekt hat und sich der Abflug verspäten wird. Mit Kuchen
und Getränken werden wir aber alle gut bei Laune gehalten und eine gute
Stunde später als planmäßig gehen wir in die Luft.
Nach ungefähr neuneinhalb Stunden im
leider zu engen Lufthansa Flieger mit Fensterplätzen ohne Fenster...
landen wir kurz vor 15:00 Uhr Ortszeit in Vancouver. Wir sind sofort
beeindruckt vom wunderschön angelegten Flughafen, kommen schnell und
unkompliziert durch die Passkontrolle. Als wir während wir auf unsere
Koffer warten ein paar Fotos machen, kommt ein Zollbeamter der uns darauf
aufmerksam macht, dass fotografieren nicht erwünscht ist. Egal, denn
kurze Zeit später kommt unser Gepäck unversehrt an, und wir können uns
durch die Schlangen am Zoll kämpfen. Auch hier werden wir sofort ohne
Kontrolle der Gepäckstücke durchgewunken.

Jetzt eilen wir zum nächsten Telefon, aber wie funktionierte dieses noch
gerade mit der Kreditkarte? Nach ein paar Versuchen klappt es dann und wir
erreichen Cruise Canada. Die freundliche Dame am anderen Ende bittet uns
ein Taxi von Delta Sunshine Taxi zu nehmen. Nicht gerade einfach, denn ein
Van wie wir ihn benötigen ist nicht zur Stelle, aber von einer
freundlichen Taxen-Koordinatorin wird ein Wagen gerufen, und kurze Zeit später
beginnt unsere viertelstündige Fahrt zur Anmietstation von Cruise Canada.
Dort können wir sofort in unser bestelltes, 30ft. großes, Wohnmobil
einziehen. Völlig geschafft vom langen Tag, in Deutschland ist es jetzt
ungefähr 2 Uhr morgens, erledige ich die Papiere und wir alle treffen uns
mit anderen Reisewilligen in einem Pavillon um uns per Video über die
Handhabung des Wohnmobils zu informieren. Nicht weiter interessant, denn
wir kennen das Video schließlich schon von 1999. Daher ist es auch nicht
so schlimm das Johann immer wieder zwischendurch einschläft.
Leider hat der angekündigte Essenskorb im Wohnmobil nicht allzu viel zu
bieten, nur eine Flasche Wasser, ein Glas Kaffee, Pfeffer, Salz und eine Tüte
Chips. Nicht gerade üppig nach einem Tag Fleugzeugessen. Wir bekommen
aber die Erlaubnis noch am heutigen Abend ins nahegelegene Ladner zum
Safeway zu fahren. In diesem großen Supermarkt halten wir uns auch über
eine Stunde auf, und der Einkaufswagen ist voll als wir alles gefunden
haben. Die etlichen Tüten behalten wir als Mülltüten für die nächsten
Tage.

Wieder zurück auf dem Parkplatz der Vermietstation essen wir noch eine
Kleinigkeit und gehen dann schlafen. Johann und Ursel schlafen im großen
Bett im hinteren Teil, ich im Alkovenbett über der Fahrerkabine und
Angela will eigentlich wie beim letzten Mal im Tioga (Typ unseres
Wohnmobils 1999) Tisch und Sitzbank zum Bett umbauen. Aber leider ist bei
diesem Wagen, Typ Majestic, dieses nicht möglich. So verfällt sie schon
heute Abend in Panik, weil sie auf dem kleinen Bett auf der anderen
anderen Seite schlafen muß. Hier wollte sie damals schon schlafen, nur es
war zu kurz. Aber im Majestic ist dieses Bett länger als im Tioga, und so
ist genügend Schlafraum für vier Erwachsene vorhanden. Dieses Problem
ist also gelöst, und wir können uns nach einem langen Reisetag in unsere
Betten legen und von den kommenden 4 Wochen träumen. |
| Sonntag,
02.09.2001 - Tag 2 |
Auch
wenn heute Sonntag ist, stehen wir natürlich voller Erwartungen früh
auf. Auch die anderen Mieter sind wach und machen Ihre Fahrzeuge
startklar. Uns fehlt noch etwas Bettwäsche welche uns gleich gebracht
wird, und der rechte Blinker ist vom Geräusch her sehr schnell, so dass
wir denken er gibt bald den Geist auf. Doch Anton, der Angestellte von
Cruise Canada, meint alles wäre in Ordnung und falls die Glühbirne
durchbrennt sollen wir eine neue kaufen und die Rechnung aufbewahren. Also
können auch wir losfahren und unser erstes Ziel ansteuern: den Burnaby
Cariboo RV Park. Hier hatte ich schon vorher 3 Nächte reserviert, und
nach ein bißchen suchen (ich habe nur eine kleine Karte dabei) finden wir
den Campingplatz. Angela und ich gehen ins Office, und sofort wird unser
reservierter Platz an uns weitergegeben. An dieser Stelle nochmals
herzlichen Dank an Harriett !

Etwas kompliziert wird das Einparken mit dem langen Fahrzeug, aber unsere
"Nachbarn" stehen hilfreich zur Seite. Jetzt machen wir
ersteinmal einen kurzen Spaziergang über den Campingplatz und freuen uns
schon sehr auf die Abende im großen Swimmingpool. Aber bis zum Abend sind
es noch ein paar Stunden, also können wir noch nach Vancouver Downtown
fahren. Hierzu kaufen wir uns jeder eine Tageskarte für Bus und Bahn im
Shop des BCRV. Für 6 Dollar pro Person bekommen wir unsere Karten mit
denen wir den ganzen Tag im Großraum Vancouver fahren können. Wir gehen
ein paar hundert Meter zur Bushaltestelle und warten auf unseren Bus 101.
Im Shop wurde uns erklärt wie wir fahren müssen: Zuerst den Bus Linie
101 Ziel 22nd Street nehmen, und von dort dann weiter mit dem Skytrain.
Das klappt auch problemlos. Aus dem Skytrain haben wir auch schon einen
schönen Blick über Vancouver. Insgesamt dauert die Tour vom BCRV zur
Waterfront Station in Downtown eine Stunde. Dafür hat man keine
Parkprobleme.
Als wir an der Waterfront Station aussteigen, gehen wir zuerst in Richtung
Canada Place. Die gewaltigen Fiberglassegel sind sehr beeindruckend,
genauso wie die beiden großen Fähren die sich an beiden Seiten des Piers
aufhalten.

Auch haben wir einen schönen Blick auf Nord-Vancouver und den Stanley
Park. Johann ist am meisten von den ständig landenden und aufsteigen
Wasserflugzeugen beeindruckt. Im nahegelegenen Food Court genießen wir
ein leckeres Stück Pizza. Auch die ersten Souvenirs kaufen wir hier
unterirdisch.
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Im
Anschluß gehen wir nach Gastown, der Altstadt Vancouvers. Eine
schöne historische Straße mit vielen Souvenir Shops, Straßencafes
und der berühmten Steam Clock. Auch wir haben das Vergnügen dem
Pfeifen der Uhr zu lauschen. Wir gehen heute diese schöne Straße
aber nur flüchtig durch. In den nächsten Tagen kommen wir
wieder, und dann werden sich auch die Souvenir |
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| Montag
03.09.2001 - Tag 3 - Labour Day |
Heute nacht
regnet es in Strömen. Der Regen schlägt auf unser Wohnmobil. Wir denken
schon das war der Aufenthalt in Vancouver ab jetzt gibt`s nur noch Regen,
aber weit gefehlt. Schon als wir uns vormittags unsere Fahrkarten kaufen,
kommt die Sonne raus. Wir fahren wieder unsere gewohnte Strecke nach
Downtown und gehen gleich zum Aussichtsturm, dem Harbour Tower.

Mit einem gläsernen Fahrstuhl fahren wir bis zur Aussichtsplattform hoch
und haben von hier einen wunderschönen Blick über den Großraum
Vancouver. Für Foto- und Videoaufnahmen haben wir von hier eine herrliche
Stellung, was wir natürlich auch ausnutzen. Da sind wir auch nicht
alleine, viele weitere Besucher - jede Menge Deutsche - schießen hier
ihre Aufnahmen. Nach einiger Zeit fahren wir mit dem Fahrstuhl wieder
runter und gehen noch ein bißchen in den kleinen Gift Shops im Harbour
Centre shoppen.
Hier finde ich eine schöne Karte die ich
aber heute nicht kaufe. Schließlich kommen wir in den nächsten Tagen
noch öfter nach Downtown. Im Anschluß an den Tower und die kleine Mall
gehen wir die Granville Street hoch Richtung Pacific Centre. In dieser
Mall essen wir bei A&W Chicken Chips und gehen dann in einem Rundgang
die Etagen des Einkaufszentrums ab. Der Ausgang an der Howe Street ist der
unsere. Weiter geht der Spaziergang vorbei an der Vancouver Art Gallery in
die Robson Street. Diese Haupteinkaufsstraße ist an diesem heißen
Feiertag hoffnungslos überlaufen. Sehr interessant ist für uns ein Laden
mit vielen typisch Canadischen Plüschtieren und etlichen Pins und
Magneten an den Wänden. Da uns die Robson Street aber einfach zu überlaufen
ist, gehen wir eine Seitenstraße wieder Richtung Hafen. Wir kommen an der
Info vorbei und entschließen uns eine Stadtrundfahrt in einem
historischen Bus zu machen. Also begeben wir uns zum Canada Place. Hier
steht eine nette Ticketverkäuferin bereit um uns die Tickets zu
verkaufen. Kurze Zeit später rollt der Bus auch an, und wir starten
unsere 2stündige Rundfahrt durch den Stanley Park und Vancouver Downtown.
Die Holzsitze im Bus sind zwar ziemlich hart, aber da der Bus sehr leer
ist kann es sich jeder von uns breit und bequem hinsetzen. Während dieser
Fahrt erfahren wir auch das ein kostenloser Busshuttle im Stanley Park
verkehrt. So können wir auch morgen unser Wohnmobil beruhigt auf dem
Campingplatz stehen lassen, und können den Verkehrstrubel anderen Leuten
überlassen. Die Fahrt führt uns außerdem an den Stränden Vancouvers
vorbei, genauso können wir die Robson Street in Ruhe durch die geöffneten
Scheiben des Busses genießen. Auch durch Chinatown und Gastown führt
unsere ausgedehnte Tour.
Nach zwei interessanten Stunden steigen wir schließlich mit vielen neuen
Eindrücken am Canada Place wieder aus. Hier soll unsere heutige
Stadtbesichtigung beendet werden und wir gehen zur Waterfront Station und
fahren mit dem SkyTrain zur 22nd Street. Hier soll laut Fahrplan
eigentlich 10 Minuten nach unserer Ankunft ein Bus abfahren, aber nichts
passiert. Die Bushaltestelle ist prall gefüllt, als erst nach über einer
Stunde ein Bus kommt. Wir sind froh als wir endlich im Bus sitzen und nach
30 Minuten am Campingplatz ankommen. Aber man kann so etwas ja mit Humor
nehmen, schließlich sind wir im Urlaub und haben genügend Zeit.
Am Abend bleibt uns noch genügend Zeit für unsere Runden im Pool. Von
der Hitze des Tages merken wir nichts mehr, denn als wir im Bademantel vom
Indoor Pool zum Stellplatz zurückgehen wird es schon ganz schön frisch.
Im Wohnmobil essen wir noch eine Kleinigkeit und gehen anschließend
schlafen. |
| Dienstag,
04.09.2001 - Tag 4 |
Heute steht
der Stanley Park auf dem Plan. Wir nutzen wieder unsere Bus - SkyTrain -
Verbindung und fahren bis zur Burrard Station. Von hier aus gehen wir zu
Fuß Richtung Yachthafen.
An einer Baustelle mit Unebenheiten auf
der Straße stolpert Ursel und scheuert sich den rechten Arm auf. Auch das
rechte Fußgelenk hat etwas abbekommen. Nach kurzer Pause können wir aber
weiter und gehen durch den schönen Yachthafen und kommen gegen 12 Uhr am
Stanley Park an. Unser erster Weg im Park führt uns vorbei an Malern und
ihren Kunstwerken für mehrere Stunden ins Aquarium. Sehr schöne
Ausstellungsflächen und Aquarien beeindrucken uns sehr. Ganz besonders
die Belugawale mit ihrer schönen Gesichtsform haben wir ins Herz
geschlossen.

Im großen Shop, durch den man automatisch beim Verlassen des Aquariums
geht, sind wir natürlich wieder in unserem Element und kaufen unsere
Lieblingsprodukte: Pins und Postkarten. Nach dem Aquarium gehen wir jetzt
weiter zu den Totempfählen. Hier stehen irgendwie alle Touristen in einer
Reihe und fotografieren die Totem Poles. Auch Angela, Ursel und ich sind
da nicht anders.
Weiter geht unser Spaziergang zum
Leuchtturm des Brockton Point. Von hier haben wir einen schönen Blick auf
Nord-Vancouver und die Lions-Gate Bridge. Da sich hier ein Haltepunkt des
Stanley Park Shuttles befindet, warten wir einen kurzen Moment und können
bald in den Bus einsteigen. Am Prospect Point, einem anderen schönen View
Point auf die Lions-Gate Bridge steigen wir wieder aus. Ein schönes
Blumenbeet lädt zum fotografieren ein. Von hier sehen wir auch, dass auf
der Lions Gate Bridge umfangreiche Bauarbeiten, mit Staus verbunden,
stattfinden. Auch im Gift Shop des Prospect Points stöbern wir durch die
Regale, kaufen hier aber nichts. Bei einem kleinen Muffin warten wir auf
den Shuttle Bus der wenig später auch kommt.
Unser nächster Haltepunkt ist am Tea House. Von hier gehen wir zu Fuß
weiter zur Second Beach. Unterwegs können wir Skulpturen aus übereinandergestellten
Steinen bewundern. Am Second Beach geht Angela kurz mit den Füßen baden
bevor wir mit dem Shuttle die letzte Etappe bis zum Parkeingang fahren.
Von hier möchten wir mit dem Bus bis zum Canada Place fahren um im Food
Court noch eine Kleinigkeit zu essen.
Der Bus kommt auch und ich frage die Busfahrerin ob wir mit einem Bus zum
Canada Place kommen. Sie antwortet, dass sie jetzt eine Pause macht, der nächste
Bus aber diese Strecke fährt. Kurze Zeit später kommt dieser Bus und wir
fahren los. Irgendwann meint Ursel wir sollten aussteigen, da wir in der Nähe
der SkyTrain Station sind. Angela und ich entscheiden aber, dass wir
sitzen bleiben, da man sicher noch näher kommen würde. Der Bus fährt
jetzt aber immer geradeaus auf der Hastings Street und jetzt schwindet
auch unsere Hoffnung, dass der Bus wendet und zurück Richtung Stanley
Park fährt. Schließlich erreichen wir die Simon Fraser University...
Hier ändert der Bus seine Liniennummer und welch ein Glück, er fährt
zur Lougheed Mall. Dieses ist die Startstation des Busses, den wir sonst
fahren, und so haben wir auch das Glück, das dort angekommen, auch direkt
ein Bus bereit steht und wir wenig später den BCRV erreichen. Und das
ganze noch schneller als mit der richtigen Verbindung. So bleibt uns heute
Abend noch genügend Zeit zum erfrischenden Bad in Pool und Whirlpool.
Ursel und Johann sind bis heute im Glauben wir kannten die Strecke und
alles war ein abgekartetes Spiel... |
| Mittwoch,
05.09.2001 - Tag 5 |
| Eine
regnerische Nacht ist zu Ende. Das ist auch gut so, denn da wir
heute per Gondel auf den Grouse Mountain fahren werden, brauchen
wir eine gute Sicht. Zum ersten mal starten wir heute mit dem
Wohnmobil zu einer Tour. Es geht nach Nord-Vancouver. Die Capilano
Suspension Bridge und Grouse Mountain stehen auf unserem Plan. Um
halb elf fahren wir am BCRV ab. Die Strecke führt über den
Lougheed Highway, aufgrund einer Baustelle dauert die Fahrt
Richtung Downtown aber etwas länger als erwartet. Dafür sind wir
aber relativ schnell durch den Stanley Park und die Lions Gate
Bridge - trotz Baustelle. Kurze vor 12 Uhr erreichen wir schließlich
den Parkplatz an der Capilano Suspension Bridge übrigens den
einzigen gebührenpflichtigen Parkplatz unserer gesamten Reise.
Ich zahle den Eintritt und gleich hinterm Eingang ist der gesamte
Bereich wie abgeschottet. Man kommt sich vor, als wäre man
irgendwo in der Wildnis und nicht an einer befahrenen Straße
einer Großstadt. Allerdings ist diese Attraktion sehr gut
besucht, z. B. von Asiaten und vielen Deutschen. Wir steuern natürlich
auf die Hauptattraktion zu, die große Hängebrücke. Und kaum zu
glauben, obwohl sie immer sagte sie geht nicht über die Brücke
ist Ursel die Erste. |

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Während
ich noch Fotos schieße ist sie schon halb auf der anderen Seite.
Aber so schlimm ist die Brücke gar nicht, es schaukelt zwar, aber
ich kann sogar unterwegs noch filmen und fotografieren. Auf
der anderen Seite erwartet uns ein kleiner Spazierweg und kurze
Zeit später gehen wir auch schon wieder über die Brücke zurück.
Jetzt stöbern wir alle durch den großen Shop. Wir kaufen aber
nur ein paar Kleinigkeiten. Wieder draußen entdecken wir, dass
man die Broschüren die am Eingang ausliegen an den verschiedenen
Etappen des Geländes abstempeln kann. Dieses tun wir auch noch,
nur ein Stempel fehlt: der der anderen Seite der Schlucht. Wir überlegen
während eines Mittagessens im Freien ob wir nochmals über die Brücke
gehen sollen. Schließlich bietet uns Angela an rüberzugehen und
den fehlenden Stempel zu besorgen. Nun ist der Flyer komplett
gestempelt und wir können uns im Shop den Sieger Stempel abholen.
Gegen halb drei verlassen wir die Capilano Suspension Bridge und
setzen unsere Tour Richtung Grouse Mountain fort. Kurze Zeit später
erreichen wir diese Gondelfahrt und nach einigen weiteren Minuten
sind wir auf dem Berg. Diese sehenswerte Attraktion ist sehr großzügig
und weitläufig aufgebaut. Besonders schön sind die vielen großen
geschnitzten Holzfiguren. |
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Auch eine Helikopter-Landung können wir
aus nächster Nähe unmittelbar erleben. Auf eine weiterführende
Gondelfahrt zum Gipfel verzichten wir zugunsten der der spannenden und
interessanten Lumberjack-Show. Baumstammfällen und Axtwerfen sind nur
zwei Highlights der tollen Aufführung, welche auf jeden Fall zu empfehlen
ist. Am Abend wird es doch etwas kälter und wir verlassen unseren
Aussichtspunkt in luftiger Höhe. Auf dem Weg zum Campingplatz fahren wir
heute Abend an der Lougheed Mall vorbei, um noch ein paar Kleinigkeiten zu
kaufen. Auch Johann holt ein paar Dosen Bier im Liqueur Shop. Obwohl es
schon ziemlich spät ist, gehen wir vor dem schlafen noch eine Stunde
schwimmen. Wieder ist ein schöner Tag zuende. |
| Donnerstag,
06.09.2001 - Tag 6 |
Gegen
8 Uhr sind wir heute morgen alle wach, nur Johann ist schon geduscht, als
wir anderen in die großen Waschräume gehen. Unser letzter Tag in
Vancouver beginnt so wie fast alle anderen: Wir kaufen uns Fahrkarten und
nutzen Bus und Bahn bis Downtown. An der Waterfront Station gehen wir
anschließend den kurzen unterirdischen Fußweg Richtung Seabus. Mit
dieser Personenfähre fahren wir nach Nord-Vancouver. Auch diese
Verbindung ist in unseren 6 Dollar Tickets enthalten. Leider ist es heute
sehr bewölkt und etwas regnerisch, so dass alles etwas trist wirkt. Nach
ungefähr 15 Minuten Fahrzeit erreichen wir schließlich Nord-Vancouver
und gehen auch gleich rechts zum Lonsdale Quay Market.

In diesem
besonderen Einkaufszentrum ist fast alles auf Frischeartikel
ausgelegt. Gleich am Eingang staunen wir über Fische in einer
unglaublichen Größe. Wir kaufen aber nichts, da unser Kühlschrank
noch gut gefüllt ist. Nur Mittags essen wir einen Snack an einem
der unzähligen Stände.
Am Nachmittag fahren wir mit der Fähre zurück zur Waterfront
Station und gehen wir geplant nochmals nach Gastown. Schließlich
möchten wir noch unsere letzten Souvenirs kaufen. In den unzähligen
Gift Shops findet sich zum Glück fast das gleiche Sortiment, so
dass wir bei Suraj Fashions & Gifts alles finden. Tütenweise
schleppen wir jetzt unsere Mitbringsel durch Gastown.
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Unseren Downtown Abschluss machen wir bei einem Kuchen und Cola bei
A&W im Harbour Centre. In dieser Mall kaufe ich auch die Karte, die
ich vor ein paar Tagen gesehen aber nicht gekauft hatte.
Im Anschluß fahren wir von der Waterfront Station zurück zu unserem schönen
Campingplatz dem BCRV. Hier nutzen wir die letzten Sonnenminuten für eine
kleine Fototour über den Platz. Auch im Spielraum und Fitnessraum machen
Angela und ich noch ein paar Fotos. Erste Abschiedsstimmung kommt abends
im Pool auf. Wir gehen davon aus, dass wir keinen Campingplatz mit soviel
Service auf unserer Reise wiederbekommen werden. Schade, denn besonders
das entspannende Bad am Abend werden wir alle vier vermissen. Kurz vor
Mitternacht gehen wir schließlich schlafen und träumen von den
Erlebnissen in Vancouver und den Erwartungen an die nächsten Wochen.
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| Freitag,
07.09.2001 - Tag 7 |
Wir
stehen heute schon um 7 Uhr auf. Schließlich haben wir eine
umfassende Tour auf dem Programm. Kurz vor unser Abfahrt gegen 9
Uhr verabschieden wir uns noch bei Harriett für die schöne Zeit
auf dem Burnaby Cariboo RV Park. Wir sind uns sicher, dass wir bei
der nächsten Wohnmobil Tour in Vancouver wieder auf diesem
Campingplatz übernachten. Die Zeit hier war wirklich unglaublich
schön. Aber nichts desto Trotz müssen wir unsere Fahrt
fortsetzen in Richtung Whistler. Harriett gibt uns noch den Tipp
der Shannon Falls mit auf den Weg.
Die Strecke führt uns vom BCRV durch Vancouver Downtown, den
Stanley Park, die Lions Gate Bridge und schließlich auf dem
Highway 99 vorbei an steilen Bergen auf der rechten, und wunderschönen
Wasserausblicken an der linken Seite. Leider gibt es hier an den
schönen Plätzen keine View Points zum halten, was sicher auch an
den Warnungen vor Steinschlag liegt. Nach gut 2 Stunden Fahrtzeit
erreichen wir Harriett`s Tipp die Shannon Falls. Und dieser Besuch
lohnt sich wirklich. Hier hat man eine schönen Blick auf die
hohen Wasserfälle. |
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Außerdem ist es hier zwar gut
besucht, aber nicht überlaufen, so dass man doch die Natur genießen
kann. Etwas später geht unsere Fahrt weiter. Ab jetzt stelle ich während
der Fahrt die Videokamera auf dem Stativ in die Fahrerkabine zwischen
Fahrer- und Beifahrersitz. So denken wir uns, können wir zuhause die
Strecke am Bildschirm nochmals genießen.
Um halb zwei erreichen wir unser heutiges Etappenziel Whistler. Am Visitor
Centre parken wir auf einem Schotterplatz und gehen kurz in das kleine Gebäude.
Als wir den Parkplatz verlassen möchten, passiert es: Obwohl Johann
guckt, und der Boden eben ist und auch kein Stein in der Nähe liegt, hören
wie ein lautes Geräusch, als wäre ich irgendwo gegengefahren. Ein Blick
unter das Fahrzeug zeigt, das im hinteren Bereich eine der beiden
Eisenstangen gelöst ist, und schon bei der kleinsten Erhebung auf dem
Boden kratzt. Allerdings muß die Eisenstange schon gelöst gewesen sein,
da auf einem solchen weichen Boden so etwas gar nicht passieren kann.
Egal, wir biegen die Stange zurück und fahren weiter zum empfohlenen
Campingplatz. Dieses ist der Riverside RV etwas nördlich von Whistler.
Ein schöner Platz, der aber auch seinen Preis hat. Da wir ohnehin nur
eine Nacht bleiben, stört uns das aber nicht weiter. Neben Stellplätzen
für Wohnmobile werden hier auch kleine Holzhütten vermietet. Wir suchen
kurz unseren Platz auf und fahren gleich weiter ins Ortszentrum von
Whistler. Ein riesengroßer Parkplatz, der auch sehr gut gefüllt ist,
bietet hier genügend Platz für alle Fahrzeugtypen. Schon hier merken wir
an den vielen Radfahrern, dass Whistler ein richtiger Sportort ist. In der
Fußgängerzone wird uns diese Ahnung durch die etlichen Sportgeschäfte
bestätigt.
Auch ist das Durchschnittsalter der
Besucher hier sicher nicht über dreißig, zumindest sitzen in den Kneipen
nur junge Leute. Uns zieht aber nichts in diese laute Umgebung, so dass
wir nach einem Snack bei Kentucky Fried Chicken wieder zum Campingplatz
zurückfahren.

Während Johann, Ursel und Angela Uno spielen, nutze ich den Internet
Terminal im Hauptgebäude, nach einer Stunde Wartezeit, um meine eMails zu
lesen. 30 Minuten kosten hier auf dem Riverside RV 6 Dollar.
Gegen 22 Uhr ist dieser sehr warme Tag zu Ende und wir gehen schlafen.
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| Samstag,
08.09.2001 - Tag 8 |
Obwohl der
Campingplatz doch schon recht teuer ist, kosten die Duschen extra. Aber
einen Quarter für je eineinhalb Minuten kann unsere Reisekasse
verkraften. Nach der Dusche gehen wir noch kurz auf Fototour über den
Platz und wir checken den Ölstand. Auch das Abwasser lassen wir an
unserem Full-Hookup-Platz noch ab. Der Frischwassertank wird auch noch
aufgefüllt. Man weiß ja schließlich nie ob man auf dem kommenden
Campingplatz dazu Gelegenheit hat. Gegen halb 10 verlassen wir den
Riverside RV und lassen somit auch Whistler hinter uns. Eine lange ungefähr
300 km lange Tagesetappe bis Kamloops liegt heute vor uns. Bis Pemberton
eine relativ normale Strecke. Ab Pemberton sehen wir überall Plakate an
der Straße, wohl von den Ureinwohner aufgehängt, auch die alten Hütten
am Straßenrand gehören Indianern. Jede dieser Hütten hat alte, rostige
Autos in meterhohem Gras stehen. Wir sind froh, als wir aus dieser Gegend
heraus sind. Jetzt folgen unendlich lange, steile und enge Kurven. Viele
Kilometer können wir nur mit niedriger Geschwindigkeit fahren, mal geht`s
bergauf, mal bergab. Kurz vor Lillooet, hinter einem kilometerlangen
16prozentigen Gefälle halten wir an einem schönen View Point.

Von hier haben wir auch einen schönen Blick auf den gerade
vorbeifahrenden Güterzug. Der nächste Streckenabschnitt bis Cache Creek
dauert ungefähr zwei Stunden. Eine ganz eigenwillige Strecke, die uns
zeitweise an Wüste und Prärie erinnert. Als wir um 15 Uhr in Cache Creek
ankommen holen Angela und ich Essen von A&W. Dieses Restaurant der
Fast Food Kette liegt in einer Tankstelle und es kommt uns vor als
arbeiten hier alle Einwohner von Cache Creek. Aus allen Ecken kam Personal
um am A&W Schalter oder im Shop zu helfen. Auf jeden Kunden kommen
bestimmt 5 Verkäufer. Dieses bringt natürlich auch eine unruhige Atmosphäre
in das Geschäft, so dass Angela und ich froh sind, im Wohnmobil essen zu
können. Nach unserem Burgermahl fahren wir noch ungefähr eine Stunde auf
dem Highway 1 bis Kamloops. Hier steuern wir schnell die Visitor Info an
und haben Glück kurz vor Feierabend noch ein paar Infos zu bekommen.
Auf der anderen Straßenseite der Info
befindet sich ein großes Einkaufszentrum, die Aberdeen Mall. Bei The Bay
kaufen wir kurz vor Geschäftsschluss ein paar Souvenirs und fahren
anschließend zum Safeway damit wir uns mit Lebensmitteln und hauptsächlich
Getränken eindecken können. Als wir hier wieder vom Parkplatz fahren,
macht sich wieder die Eisenstange unterm Wohnmobil bemerkbar. Schon merkwürdig,
denn obwohl hier kaum ein Absatz auf der Straße ist, scheint die Stange
fast auf dem Boden zu schleifen...
Wir suchen jetzt unseren Campingplatz auf. Am Highway No.1 liegen in
Richtung Osten zwei Campingplätze in der Nähe von Kamloops. Den ersten,
ungefähr 8 Kilometer außerhalb der Stadt, steuern wir natürlich an,
aber ein kurzer Blick genügt schon und schreckt uns ab. Also fahren wir
weiter zum nochmals 8 Kilometer entfernten Campingplatz. Dieser gefällt
uns besser und so checken wir ein. Im dunklen machen wir noch einen
Spaziergang über den Platz und zu den beiden benachbarten Attraktionen,
dem Wasserpark und dem Wildlife Zoo. Anschließend essen wir noch eine
Kleinigkeit und fallen dann nach einem Tag voller abwechslungsreicher
Natur erschöpft in unsere Betten. |
| Sonntag,
09.09.2001 - Tag 9 |
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Kamloops
- Revelstoke, so sieht unsere Strecke für diesen Sonntag aus.
Knapp 200 Kilometer liegen vor uns. Angesichts der Entfernungen in
Canada nur ein Katzensprung. Außerdem fahren wir die ganze Zeit
auf dem Highway No. 1 und so wird auch die Strecke leicht zu
fahren sein und nicht wieder so anstrengend wie gestern.
Nach dem aufstehen gehen wir aber zuerst duschen, auch wenn die
Duschen auf diesem Campingplatz nicht besonders einladend sind,
der Putz kommt die Wand runter, und die Geldannahmegeräte der
Dusche funktionieren erst nachdem man sich die Finger gebrochen
hat. Egal, wir sind in der Natur und nicht im Luxushotel. Nach
einem leckeren Frühstück fahren wir ab, weiter Richtung Osten.
In Sorrento möchten wir eigentlich ins Visitor Info, aber leider
öffnet diese heute erst später und wir fahren weiter. In Salmon
Arm tanken wir an der Husky Tankstelle, in Sicamous halten wir gar
nicht. Unser nächster Stop ist am Three Valley Ghost Town, wir
besuchen diesen historischen Ort aber nicht, sondern entschließen
uns weiterzufahren. Jetzt nur noch ein Zwischenstop am Eagle Pass
und um kurz vor 13 Uhr erreichen wir schon Revelstoke und das örtliche
Info Centre. |
Hier entschließen wir uns, dass wir auf
dem RV Williams Lake übernachten. Der freundliche Inhaber des Platzes
gibt uns mehrere Plätze zur Auswahl und macht uns auch darauf aufmerksam,
dass wir grillen können (ein Grillrost holen wir uns wenig später bei
ihm ab), im Teich fischen und baden können. Das wird sicher ein schöner
Abend! Wir finden einen schönen großen Platz, den wir reservieren indem
wir unsere Wäsche aufhängen.

Nun fahren wir noch kurz wieder in den Ort, weil wir für unseren Salat
noch ein paar Zutaten benötigen. Diese gekauft kann unser kleines, erstes
Grillfest beginnen. Holz suchen wir im umliegenden Wald. Schon lecker
dieses über Holz gegrillte Fleisch. Im Anschluß gehen wir über den
Platz spazieren. Obwohl es jetzt schon etwas kühler wird, habe ich mir
vorgenommen wenigstens einmal im Williams Lake zu schwimmen. Mit
Badeklamotten machen wir uns auf den Weg zum See. Das ich abends gegen 18
Uhr bei der eintretenden Kälte noch in den See springe, löst bei Johann,
Ursel, Angela und den anderen Spaziergängern gemischte Gefühle von Gelächter,
Verständnis und blankem Entsetzen aus.

Ich schwimme einmal zur Badeinsel und zurück, und bin froh in einem Lake
in den canadischen Bergen geschwommen zu haben. Es gibt hier sogar
Umkleidekabinen, also brauche ich nicht nass über den Platz zurück zu
gehen.
Der schöne Abend auf dem RV Williams Lake klingt mit Uno spielen aus. |
| Montag,
10.09.2001 - Tag 10 |
Bevor wir
heute morgen den RV Williams Lake verlassen, geben wir noch das
ausgeliehene Grillrost zurück und verabschieden uns von unserem
deutschsprechenden Vermieter. Die Fahrt auf dem Highway 1 führt uns zur
linken Seite am Mount Revelstoke National Park vorbei, und hinein in den
Glacier National Park. Merkwürdigerweise finden wir hier gar kein Park
Gate. Nur Hinweise, dass beispielsweise die Parkplätze nur mit
Parkausweis befahren werden dürfen. Aber wo soll man zahlen ? Am Rogers
Pass halten wir kurz und machen ein paar Fotos. Auf der weiteren Strecke
fahren wir durch Baustellen und mehrere Tunnel. Auch die von uns so
genannten Schilderfrauen stehen hier und regeln anstelle von Ampeln mit
ihren Stop / Slow Schildern den Verkehr. Kurz nach Ende des Glacier
National Parks, befindet sich auch die Zeitzonengrenze. Von der Fahrt aus
der Pacific Standard Time in die Mountain Standard Time wird uns an dieser
Stelle eine Stunde unseres kostbares Urlaubs geklaut.
In Golden fahren wir zuerst zum staatlichen Campingplatz. Dieser liegt
allerdings nicht besonders schön. Auf der einen Seite die Straße und auf
der anderen Seite, nur durch den Fluß getrennt, die Bahngleise. Dieses könnte
sich in der Nacht grausam auf die Ruhe auswirken, so dass wir uns
entschließen zuerst im Visitor Centre Infos für einen anderen Platz
einzuholen. Diesen finden wir auch, er liegt etwas weiter Richtung Field
und liegt etwas höher auf dem Berg mit Blick auf Golden. Hier wollen wir
eigentlich zur Abwechslung einen Platz ohne Dumpstation, aber der
freundliche Angestellte oder Inhaber vermietet uns schließlich einen Full
Hookup Platz. Von hier ist auch die Aussicht besser als von den anderen Plätzen.

Auch ist der Platz schön groß und mit Grillplatz. Ein Rost holen wir uns
kurze Zeit später im Office. Bevor wir aber mit unserem nächsten
Grillabend beginnen, fahren wir noch mit dem Wohnmobil wieder zurück in
den Ort. Schließlich möchten wir gerne von jedem unserer Ziele ein
Andenken mitnehmen und so fahren wir zurück zur Ortseinfahrt aus Richtung
Revelstoke. Dort steht ein kleiner Souvenirladen der uns aufgrund der Form
schon vorhin aufgefallen war. Von außen sieht er extrem klein aus, es ist
eigentlich nur das Dach eines kleines Hauses. Von innen aber doch sehr geräumig
und wir finden auch ein paar Kleinigkeiten die uns lange Zeit an Golden
erinnern werden. Pins sind natürlich auch dabei...
Im Anschluß fahren wir noch in Richtung Radium Hot Springs, den Highway
95 südlich. Aber hier gibt es nicht viel sehenswertes und so drehen wir
um und verbringen den Rest des Tages auf unserem Campingplatz. Auf dem Weg
finden wir noch einen Liqueur Shop in dem Johann ein paar Dosen Bier
kaufen kann. Da wir uns auf dem Campingplatz Brennholz kaufen können,
ersparen wir uns die Suche nach Holz. Der angrenzende Wald scheint sowieso
nicht so ergiebig zu sein. Problematisch ist nur die Alufolie, diese reißt
und das Fett läuft ins Feuer. Aber das ist kein großes Problem denn wir
nehmen kurz das Fleisch vom Feuer und verstärken die Alufolie.
Die gegrillten Steaks und Koteletts sind
wie schon gestern sehr lecker. Das dumme beim grillen über dem offenen
Feuer ist nur, dass die Klamotten den Rauchgeruch stark annehmen und auch
nicht wieder entlüften.
Nach dem Essen spielen wir ein paar Runden Uno. Zwischendurch gehe ich
kurz raus, denn mehrere Bergziegen versammeln sich auf dem Campingplatz.
Ein gefundenes Objekt für die Foto- und Videokameralinsen. |
| Dienstag,
11.09.2001 - Tag 11 |
Als ich
heute morgen duschen gehe, kriege ich nur kaltes Wasser aus der Leitung,
Johann meint später, dass aber auch warmes Wasser einzustellen ist. Aber
das härtet ab und warmes Wasser bekommen wir heute noch genug in den heißen
Quellen in Radium Hot Springs. Johann und Ursel glauben nicht was wir von
den heißen Quellen erzählen und das wir schwimmen gehen werden. Auch
Angela und ich waren noch nie in heißen Quellen baden und freuen uns
schon sehr auf das warme Bad im Freien. Vorher wird aber noch gefrühstückt
und gedumpt. Auch die Scheiben werden noch geputzt damit ich schöne
Videoaufnahmen machen kann. Bevor wir abfahren stelle ich noch das
Grillrost an die Officetür und schon sind wir unterwegs. Bei Pedro Canada
möchte ich noch gerne tanken, aber leider ist das keine öffentliche
Tankstelle sondern nur für LKW`s, jedenfalls erklärt mir die junge Frau
im Office das so, nachdem ich mich erkundigt habe wie die Zapfanlage
funktioniert. Also fahren wir unverrichteter Dinge weiter in Richtung
Radium Hot Springs. Die ungefähr 100 Kilometer schaffen wir ohnehin noch
mit unserem Tank, also können wir auch noch später Benzin kaufen.
Gut eine Stunde später erreichen wir unseren ersten heutigen Haltepunkt:
Radium Hot Springs. Wir biegen auch gleich in Richtung Highway 93 ab, die
hübschen Häuser mit ihren vielen Blumen fallen uns sofort ins Auge.
Schon folgt das von uns lang erwartete Park Gate. Für 70 Dollar kaufe ich
hier den Great Western Annual Pass, der für die Nationalparks Westcanadas
ein Jahr gültig ist. Wir bleiben schließlich länger als 7 Tage in den
Nationalparks und so lohnt sich dieser Pass. Die heißen Quellen befinden
sich nur wenige Meter hinter dem Park Gate.

Schnell schnappen wir unsere Badesachen und gehen durch einen kleinen
Tunnel zur Anmeldung. Kurze Zeit später gesellen wir uns zu den anderen Gästen
in das warme Bad. Viele ältere Besucher sitzen an den Rändern und reden
zum Teil auch Deutsch. Zwischendurch öffnet auch das angrenzende
Schwimmbecken, welches zwar beheizt ist, Angela und mir aber extrem kalt
vorkommt, besonders im Vergleich zu der heißen Quelle.

Die Quelle gefällt uns sehr gut, zumal auch die Aussicht auf die
umliegenden Berge sehr schön ist. Nur gelegentlich sieht man ein paar
Fahrzeuge über uns vorbeifahren. Nach gut 2 Stunden ziehen wir uns aber
schließlich wieder um, und während Angela und Johann schon ins Wohnmobil
zurückgehen, machen Ursel und ich den Shop unsicher. Wir kaufen viele
Pins und vieles mehr und werden natürlich viel Geld los, aber wir sind glücklich.
Unser nächstes Ziel in Radium Hot Springs ist das Informationszentrum, da
dieses aber noch geschlossen hat gehen Ursel und ich zur anderen Straßenseite
zum Souvenir Shop. Wie sich herausstellen sollte ein wahres Paradies für
uns Pinsammler. Über eine Stunde sortieren wir beide hier Pins aus einem
Karton und am Ende finden wir über 100 Stück. Für 25 Cent das Stück
bleibt sogar noch Geld für günstige Landkarten und vieles mehr. Mit den
ganzen Tüten im Arm schauen wir noch kurz in der Info vorbei und fahren
im Anschluß zur Husky Tankstelle.

Wieder durch das Park Gate führt unsere Fahrt jetzt den Highway 93 nördlich.
Die schöne Strecke ist wenig befahren und ein einsamer Wapiti Hirsch
wandert auf dem Seitenstreifen dieselbe Strecke. Zwischendurch halten wir
am Hector Gorge View Point und auch am View Point des Mount Assiniboine.
Einen unfreiwilligen Stop haben wir durch eine Schilderfrau an einer
Baustelle auf der Strecke. Obwohl wenig Verkehr herrscht, kommt hier
trotzdem eine ziemlich lange Schlange zustande. Hier entschließen wir uns
auch, heute noch bis Lake Louise weiterzufahren denn der einzige noch vor
uns liegende Campingplatz hier im Kootenay Nationalpark hat schon seit ein
paar Tagen geschlossen. Wir verlassen jetzt den Kootenay Nationalpark und
auch British Columbia. In Alberta fahren wir über den Highway 1 in
Richtung Lake Louise weiter, und wir sind entsetzt über den schlechten
Straßenzustand des Highways. Solch schlechte Straßen gab es in British
Columbia nicht. Gegen 18 Uhr erreichen wir Lake Louise und mieten uns
zuerst einen Platz, dann fahren wir weiter ins kleine Ortszentrum. Leicht
zu finden, und genauso leicht zu überblicken sind die Gebäude der
sogenannten Samson Mall. Hier gucken wir uns ein bißchen um und Angela
und ich gehen in den Pizzaladen und bestellen zwei große Pizzen für uns
zum Abendessen. Ich gehe noch kurz nach nebenan in den Supermarkt und
besorge ein paar Kleinigkeiten und dann direkt zurück zum Wohnmobil. Aber
wann kommt Angela ? Die Zeit schwindet und keine Pizza im Anmarsch.
Derweil kommt ein Riesenwohnmobil mit zwei älteren Leuten auf mich zu.
Die beiden und der aggressive kleine Hund auf dem Schoß der Beifahrerin
fragen mich nach dem Weg zum Campingplatz. Ich erkläre ihn kurz, ist ja
auch einfach, bei der leichten Strecke: hier rechts, nächste links. Das
war`s! Jeder der schon einmal in Lake Louise war, wird sich kaputtlachen,
wenn ich jetzt erzähle, dass 15 Minuten später dasselbe Wohnmobil wieder
auf mich zukommt mit derselben Frage der Beifahrerin. Aber dafür ist die
Zeit in der wir auf die Pizza warten ( immerhin 45 Minuten ) zügig
vergangen, denn Angela kommt jetzt sauer angestampft. Ihre Pizza wurde
vergessen...
Aber jetzt haben wir unser Essen beisammen und können auf den
Campingplatz fahren und endlich Essen, immerhin nach dem Frühstück das
erste heute. Nach dem Essen sortieren und teilen wir die Pins, damit filmt
Angela und überdreht das Stativ. Dieses ist auch nicht mehr zu
reparieren, jetzt fällt die Kamera immer nach vorne oder nach hinten weg
- nichts mehr mit schöner Aufnahme während der Fahrt. Ich bin natürlich
sauer. So schön der Tag auch anfing, so unschön geht er vorbei. Das
einzige worüber wir uns noch freuen können ist die Erinnerung an die
beiden älteren die wohl noch immer den Campingplatz suchen... |
| Mittwoch,
12.09.2001 - Tag 12 |
Heute
morgen erleben wir zum ersten Mal auf unserer Tour, dass wir auf eine
freie Dusche warten müssen. Bisher gab es entweder immer genügend
Duschen, bzw. die Duschen waren so abschreckend, dass keiner sie nutzen
wollte. Hier auf dem Lake Louise Campground gibt es auf jeden Fall zuwenig
Duschen. Nur sieben Stück in der Männerkabine, bei den Frauen dasselbe.
Wir frühstücken noch kurz und fahren zur ziemlich vollen Dump-Station.
Wenig später kann aber unsere Tagestour losgehen. Zuerst verlassen wir
heute Alberta und fahren wieder Richtung Westen nach British
Columbia. Am View Point Spiral Tunnel halten wir. Leider fährt hier
gerade kein Zug gleichzeitig durch die zwei Tunnel und für langes Warten
ist es heute Vormittag zu kalt und zu windig. Also fahren wir weiter bis
Field zur Info und zum Gift Shop nebenan.

Hier erfahre ich, dass es in Field kein Elektronikgeschäft gibt in dem
ich mir ein neues Stativ kaufen kann. Also setzen wir unsere Fahrt fort
und sind schon wenig später an der Natural Bridge.

Hier haben wir eine schöne Aussicht auf den Kicking Horse River. Es geht
im Anschluß weiter bergauf zum Emerald Lake. Hier ist der Parkplatz
hoffnungslos überfüllt, wir finden aber noch einen Stellplatz und gehen
zum wunderschönen See. Eine Holzbrücke führt zu einem Restaurant. Hier
herrscht reges Treiben.

Nach diesem Aufenthalt am Emerald Lake führt uns die Strecke wieder auf
dem Highway Nr.1 zurück Richtung Lake Louise. Wir fahren aber noch weiter
südlich bis Banff. Hier mieten wir uns auf dem Tunnel Mountain Campground
ein und fahren anschließend in den Ort. Obwohl sehr preiswert ein
Bustransfer eingesetzt wird, hahren wir mit unserem Wohnmobil. Aus unserem
vergangenen Urlaub kennen wir ja den Stellplatz und wissen das entweder
dort oder in der Nähe zum Zentrum immer ein Wohnmobilparkplatz zu
bekommen ist. In einem Fotogeschäft an der Banff Avenue habe ich die
Gelegenheit mir ein neues Kamerastativ zu kaufen. Natürlich ist das in
einem Touristenort völlig überteuert, aber ich bin glücklich so schnell
ein neues gefunden zu haben.
Zum Essen gehen wir zu Wendy`s, ebenfalls an der Banff Avenue. Hier gibt
es auch einen Internet Terminal und so kann ich ein paar SMS abschicken
sowie meine eMails lesen. Hier erfahre ich auch zum ersten Mal von den
Terroranschlägen in den USA. Das ganze Ausmaß wird uns in diesem Moment
aber nicht bewusst. Jetzt wissen wir auch, warum seit gestern überall auf
Halbmast geflaggt ist.
Nach dem Essen bei Wendy`s machen wir noch eine Shopping Tour, allerdings
nur um uns umzugucken und für die nächsten Tage nach den besten Geschäften
Ausschau zu halten. Bevor wir schließlich zum Tunnel Mountain Campground
zurückfahren kaufen wir noch im Safeway ein paar Getränke damit wir bei
unserem abendlichen Uno-spielen nicht verdursten. Auf dem Campingplatz
kaufe ich abends noch ein paar Zeitungen, damit wir uns ein besseres Bild
zu den Terroranschlägen machen können. Wir sind entsetzt und können
nicht glauben was passiert ist. |
| Donnerstag,
13. September - Tag 13 |
Als wir
kurz vor 9 Uhr aufstehen und zum duschen gehen finden wir einen leeren
Raum vor. Obwohl nur eine Dusche zur Verfügung steht, ist hier keine
Warteschlange und es geht schnell heute morgen. Pünktlich um halb 11
verlassen wir den Tunnel Mountain Campground. Unser Ausflug führt uns
heute zuerst auf den Highway Nr.1 südlich bis nach Canmore. Nur eine
halbe Stunde später erreichen wir das Visitor Centre dieses Ortes und
Ursel und ich schleppen kiloweise Infomaterial aus dem Gebäude. So können
wir später unsere Fotoalben durch Karten und Broschürenausschnitte
auflockern.
Danach fahren wir weiter zum Canmore Nordic Centre. Um hier hin zu kommen,
müssen wir das Ortszentrum und noch eine kurze, etwas steigende, Strecke
durchfahren, Im Nordic Centre, welches sich schon in Kananaskis Country
befindet, fanden 1988 bei den olympischen Winterspielen von Calgary die
Biathlon Wettbewerbe statt.

An diesem heißen Tag herrscht hier natürlich gähnende Leere, aber die
Größe läßt erahnen, dass hier im Winter Hochbetrieb herrscht. Wir
machen einen Rundgang um den Zieleinlauf und die Schießbahn und fahren
zum Mittagessen wieder ab. Zurück durch das Ortszentrum fahren wir zum
McDonald`s. Angela und ich holen hier das Essen und im Wohnmobil fallen
wir über dieses her. Natürlich fahren wir anschließend nochmals ins
Ortszentrum, damit wir noch ein bißchen durch die Einkaufsstraße stöbern
können. Canmore ist ein wirklich schöner Ort, eingerahmt von Bergen.
Diese Atmosphäre ist an einem Sonnentag wie heute natürlich besonders
toll. Am Nachmittag fahren wir aber wieder zurück in Richtung Banff. Der
erste View Point liegt am Lake Minnewanka.

Ein ebenfalls wunderschöner klarer großer See. Auch wenn hier jede Menge
Touristen sind, ist es nicht überlaufen. Eine Gruppe asiatischer Frauen
singt Lieder, welches noch weit zu hören ist. Eine von den angebotenen
Bootstouren machen wir nicht, sondern genießen lieber die schöne
Aussicht vom Ufer aus. Auch die Eichhörnchen tummeln sich hier. Zwei
weitere Lakes liegen an dieser Route, da die Beschilderung nach unserem
Verständnis aber keine Durchfahrt erlaubt ( wie sich herausstellt eine
Fehlinterpretation von uns), wenden wir auf dem Parkplatz um die Strecke
Richtung Banff zurück zu fahren. An der nächsten Möglichkeit fahren wir
aber links und sind nach wenigen Kilometern am Johnson Lake. Hier liegen
nur ein paar Leute am Wasser in der Sonne, und ein paar sitzen an den
Campingtischen. Ein paar Fotos werden geschossen und weiter geht`s zum Two
Jack Lake. Dieser See sieht auch herrlich aus, und die kleine Insel
erinnert uns an die vielen Postkartenmotive von Spirit Island auf dem
Maligne Lake bei Jasper.

Wir genießen die Stille an diesem See und fahren schließlich den
sogenannten Lake Minnewanka Loop weiter und kommen schließlich wieder zum
Lake Minnewanka. Wir hätten also die Strecke vorhin fortsetzen können
und nicht drehen müssen. Mittlerweile ist es früher Abend und ich fahre
uns zum Tunnel Mountain Campground zurück. Als es dunkel wird, entschließen
wir uns aber nochmals nach Banff zu fahren, um den Ort mal im dunkeln zu
erleben. Und tatsächlich denkt man es wäre Weihnachten. Der Christmas
Shop trägt sein übriges dazu bei.
Auch heute Abend informieren wir uns über die Zeitung über die aktuellen
Geschehnisse und spielen zum Ausklang des Tages wieder Uno. |
| Freitag,
14. September - Tag 14 |
Der heutige
Freitag soll mit relaxen beginnen: Die Banff Upper Hot Springs sind unser
Ziel. Nicht weit vom Ortszentrum entfernt, nur etwas höher gelegen
befinden sich diese heißen Quellen. Bevor wir ins Wasser springen
telefonieren Angela und ich noch nach Hause. Hier bekommen wir einen
weiteren Überblick über die politische Lage.
Für die Kabinenschränke in den Umkleideräumen benötigt man die
sogenannten Quarter. Diese einviertel Dollar Münzen sind eigentlich überall
zu nutzen und weit verbreitet. Da ich zur Zeit keine dieser Münzen in der
Tasche habe wechsele ich einen 20 Dollar Schein. Ärgerlich das nur
Quarter herauskommen. Die anderen Badegäste denken ich hätte am
Wechselautomaten gewonnen. Selbst Angela und Ursel können in der
Damenumkleidekabine hören, wie der Wechsler ununterbrochen das Geld
rauswirft...
Die heißen Quellen sind auch sehr schön,
obwohl die Sonne stark blendet und man nur schlecht sehen kann. Wir
bleiben ungefähr 2 Stunden im Wasser und genießen auch hier die Atmosphäre
zwischen den Bergen sehr. Den frühen Nachmittag nutzen wir bei schönem
warmen Wetter mit Shopping im Ort. Ursel kauft beispielsweise weitere
Figuren für ihre Indianerpuppensammlung. Gegen halb 5 entscheiden wir uns
zum Mount Norquay hochzufahren. Dieses ist eine ziemlich kurvenreiche
Strecke, welche man mit einem 30 Fuß langen Wohnmobil nicht besonders
schnell hinauf kommt. So stört es uns auch nicht, dass ein Pferdeanhänger
die ganze Zeit vor uns fährt. Am Mount Norquay sticht uns zuerst der
riesengroße Parkplatz und das auch ziemlich große Veranstaltungsgebäude
ins Auge.

Auf dem großen Saal kann man sicher ausgedehnte Familienfeiern feiern.
Ansonsten ist es hier sehr leer. Obwohl ein paar Autos auf dem Gelände
parken, sehen wir keine anderen Besucher. Im Winter ist da sicher das
Gegenteil der Fall. Auf dem Rückweg vom Berg herunter, machen wir kurz
halt an einem schönen Aussichtspunkt. Von hier haben wir einen guten
Blick auf Banff, und die von hier aus rechts liegenden Vermilion Lakes.
Diese besuchen wir auch gleich nachdem wir vom Berg herunter sind. Direkt
hinter der Brücke über dem Highway 1 liegt rechts die Abbiegung, der
Vermilion Lake Drive. Auf dieser Straße fahren wir links an den drei Seen
vorbei. Wegen der lange anhaltenden Trockenheit sind diese sehr trocken.
Am besten gefällt uns von diesen Lakes der 3rd Vermilion Lake.

Auch ein paar Angler hat es hierher verschlagen. Auf dem Wendehammer können
wir problemlos mit dem Wohnmobil wenden und schließlich zum Campingplatz
zurückfahren. Auf diesem möchte Ursel noch ein paar Kleidungsstücke
waschen. Auf der gespannten Leine werden diese auch heute Abend noch
trocken, während wir ein weiteres mal den Abend nach Banff fahren. Ich
hatte hier das Schild eines KFC Restaurants gesehen, und so entschließen
wir uns ein paar Chickenteile zu genießen. Als wir aber an besagtem
Restaurant ankommen, hat dieses geschlossen mit dem Hinweis das diese
Filiale den Betrieb eingestellt hat. Zwar mit Hunger aber ohne
Entscheidung was wir essen sollen, fahren wir schließlich zum
Campingplatz zurück. Wir entschließen und aber doch noch Pizza zu
bestellen. Leider sind die Telefone in der Nähe unseres Stellplatzes
unbeleuchtet und so stellt sich dieses komplizierter dar als gedacht. Aber
zum Schluss klappt alles und die Pizza erreicht uns noch vor 23 Uhr heiß
und lecker. |
| Samstag,
15. September - Tag 15 |
Zuerst geht
es am heutigen Samstag zum Banff Springs Hotel. Bei unserem letzten Besuch
vor zwei Jahren gab es hier Bauarbeiten und wir wollen uns davon überzeugen
ob diese abgeschlossen. Und tatsächlich das Hotel strahlt im Besten Licht
in der morgendlichen Sonne. Zum ersten mal gehen wir auch ins Innere des
Gebäudes. Mehrere Geschäfte an einem kleinen Rundweg versuchen hier die
hochpreisigen Waren an die mehr oder weniger wohlhabenden Kunden zu
verkaufen. Für uns bleibt es beim kleinen Rundgang, den wir schließlich
in der Empfangshalle beenden.
Nur wenige hundert Meter vom Hotel entfernt befindet sich der Canada Place
von Banff. Das dortige Verwaltungsgebäude liegt sehr schön in einem großen
gepflegten Garten, dem Cascade Garden. Fußwege führen uns hier vorbei an
vielen grünen und blühende Pflanzen. Durch das schöne Wetter haben wir
auch einen guten Blick auf die Banff Avenue und den dahinterliegenden
Cascade Mountain. An der schweren Eiseneingangstür des Canada Places
liegen viele Blumensträuße für die Terroropfer in den USA.

Nach unserem Besuch dieses Platzes fahren wir die Bow Falls an. Auf den Bänken
am Ufer kann man hervorragend auf die Fälle blicken und in der Sonne
relaxen. Johann und Angela gehen derweil ein paar Meter spazieren bis zu
einer Stelle an denen Mountain Rafting Boote liegen. Unsere diesjährige
Zeit in Banff nähert sich jetzt ihrem Ende. Bevor wir allerdings nach
Lake Louise weiterfahren, halten wir noch an einem View Point den man von
den Bow Falls aus sehen kann. Obwohl hier ausdrücklich
Halteverbotsschilder stehen, stoppen wir ebenso wie andere Fahrzeuge und
genießen den hervorragenden Ausblick auf das Banff Springs Hotel und die
Wasserfälle der Bow Falls von oben.

Jetzt ist aber endgültig der Abschied von Banff angesagt und wir fahren
weiter nördlich in Richtung Lake Louise. Da wir den Highway 1 ja schon
aus der anderen Richtung vor ein paar Tagen gefahren sind, und die Straßenbeschaffenheit
nicht die Beste ist, fahren wir die schönere Parallelstraße den Highway
1a. Wir fahren durch eine schöne Gegend mit Bäumen, deren Farbe sich
schon leicht verfärbt, aber auch an einer ziemlich öden Landschaft in
der vor einigen Jahren Waldbrände herrschen. Gewaltige Flächen sind hier
damals verbrannt. Tausende verkohlte Bäume ragen die Berge hinauf.
Interessant am Highway 1a ist noch, das auch die Streckenführung zwischen
den beiden entgegenkommenden Fahrbahnen teilweise über mehrere Kilometer
getrennt wird, und so weit auseinanderliegt, das man keine zweite Fahrbahn
sieht. Unser Mittagessen nehmen wir am Johnston Canyon ein. Leckere
Chickenburger werden uns serviert. Auch hier fällt uns besonders auf, wie
viel Personal hier tätig ist. Aus allen möglichen Türen kommen immer
neue Gesichter zum Vorschein und fallen über die Getränkeautomaten her.
Wir wundern uns wirklich, das dieses Restaurant noch besteht und nicht von
den vielen Angestellten bankrott geschröpft wurde...
Auf den Aufstieg zu den beiden Wasserfällen verzichten wir, ersten kennen
wir diese schon vom letzten Mal, und zweitens möchten wir gerne heute
noch auf dem Lake Louise paddeln. Diesen erreichen wir gegen halb 5, kurz
nachdem wir uns ein weiteres Mal auf dem Lake Louise Campground einen
Platz besorgt haben. Am Lake Louise mieten Angela und ich zuerst ein Kanu
für eine Stunde.

Dieses ist schon reine Routine für uns, denn schließlich machen wir
diese Tour auf dem Lake Louise jetzt schon zum dritten Mal. Aber neu ist für
uns, dass wir das andere Ende erreichen. Obwohl die Sonne hier stark
blendet, sind wir froh in knapp der Hälfte der Zeit die Strecke gepaddelt
zu haben. Aber jetzt müssen wir auch noch zurück, und es scheint als
kommen wir gar nicht vorwärts. Die Hoffnung den leichten Wind im Rücken
zu haben wird zur Hoffnung, dass der Wind von vorne nicht zu stark wird.
Schließlich erreichen wir die Vermietstation doch, und uns bleibt noch
Zeit ein paar Runden vor dem Chateau Lake Louise zu drehen. Auch das
Aussteigen bleibt ohne Zwischenfall: Keiner von uns fällt ins nur wenige
Grad kalte Wasser. Ursel und Johann stehen noch immer brav am Ufer und
filmen die ganze Paddeltour aus ihrer Perspektive. Natürlich gehen wir
jetzt noch in das Chateau Lake Louise, welches ebenso wie das Banff
Springs Hotel eine Herberge der gehobenen Ansprüche ist. Aber in dieser
Flaniermeile gibt es Geschäfte, in denen wir T-Shirts, Sweatshirts, Pins
usw. kaufen. Sogar ein Fotogeschäft gibt es hier, und ich kann ein paar
Hi8 Videokassetten nachkaufen. Die ca. 30 Stück die ich aus Deutschland
mitgebracht habe, nähern sich so langsam dem Ende. Kein Wunder wenn man
bedenkt, dass ich die gesamte Wohnmobilfahrt und vieles mehr auf Video
banne.
In der Samson Mall in Lake Louise Village testen wir heute einmal mehr den
Pizzadienst, in dem Angela am Dienstag schon ewig lange auf ihre Pizza
warten musste. Heute haben wir Glück und alles läuft schnell ab. Auch
die beiden älteren Wohnmobilfahrer mit ihrem Hund scheinen den
Campingplatz gefunden zu haben, denn sie sind heute Abend nicht zu sehen
und wohl auch nicht mehr auf der Suche nach dem Campingplatz...
Unsere Hawaiian Pizza genießen wir auf unserem Platz im Trailer Park.
Auch der Platz den wir heute haben ist sehr schön, nur deutlich weiter im
hinteren Bereich als am Dienstag. Das einzige Problem ist die Entfernung
zum Duschraum. Hier entschließen wir uns, am späteren Abend mit dem
Fahrzeug hinzufahren. |
| Sonntag,
16. September - Tag 16 |
Ich möchte
heute morgen gerne den Güterzug, der uns immer wieder mit lauten Pfeifgeräuschen
(insbesondere auf diesem Campingplatz) begegnet. Dazu gehe ich während
Angela, Ursel und Johann frühstücke, quer über den Campingplatz bis
direkt an die Schienen. Hier warte ich jetzt mit aufgestellter Videokamera
auf diesen langen Zug. Lange passiert nichts, bis endlich ein Zug anrollt,
aber leider ist es nur der kurze Rocky Mountaineer. Weil ich jetzt schon
beinahe eine Stunde hier an den Gleisen stehe, entschließe ich mich dazu
wieder zum Wohnmobil zurückzugehen. Dort komme ich gerade an, als das
Pfeifen des langen Zuges zu hören ist. Schade, etwas zu spät. Die
anderen drei sind fertig mit ihrem Frühstück und so können wir, nachdem
wir das Abwasser abgelassen haben, abfahren. Der erste Weg führt uns
nochmals zum Lake Louise, weil Angela ein gestern gekauftes T-Shirt
tauschen möchte. Dieses ist auch überhaupt kein Problem und so können
wir die Fahrt schnell fortsetzen, zum Moraine Lake. Die Straße dorthin
ist in einem chaotischen Zustand, zum Teil mit großen Löchern. Diese Löcher
sind aber von Bauarbeiter gemacht worden und vor jedem Loch steht ein
Hinweisschild. Sogar am heutigen Sonntag treffen wir auf die
Schilderfrauen und Bauarbeiter die gerade dabei sind die Straße wieder in
einen ordentlich Zustand zu versetzen. Allerdings haben sie sicher noch
einige Tage zu tun...

Am Moraine Lake bleiben wir ungefähr eine Stunde, in der Johann sogar
zweimal den Berg aus Felsen heraufklettert, und von dort oben eine großartige
Aussicht auf den See genießt. Die Rückfahrt vom Moraine Lake bis Lake
Louise wird noch etwas holperiger als die Hinfahrt, weil oft keine
Schilder an den ausgefrästen Löchern stehen und man diese erst oft im
letzten Moment erkennt. Nach 20 Minuten Fahrzeit haben wir aber diesen Weg
hinter uns gelassen, und fahren nach einem kurzen Stop im Ort weiter
Richtung Norden auf dem Icefields Parkway. Auch hier finden heute
Bauarbeiten statt. Der Nachmittag steht im Zeichen der schönen Seen an
dieser Strecke. Beispielsweise der Bow Lake zählt zu unseren Fotomotiven.
Am Bow Summit and Peyto Lake gehen Johann, Angela und ich den teils sehr
steilen Fußweg zur Aussichtsfläche, auf der sich Massen von Touristen
befinden.

Wir verlassen die Plattform gerade in dem Moment als eine weitere
Busladung Asiatischer Touristen eintrifft.
Unser nächster Stop am Icefields Parkway ist der Waterfowl Lake, den wir
auch gerade verlassen, als ein Bus eintrifft. Bei gutem Wetter scheint an
diesem Sonntag halb Alberta auf dieser Strecke unterwegs zu sein. Wir
folgen der Strecke Richtung Norden, kaufen zwischendurch ein paar
Souvenirs an der Saskatchewan River Crossing und halten am View Point
Bridal Veil Falls.

Dieses ist unser letzter Stop im Banff National Park. Kurz darauf
erreichen wir schon den Jasper National Park und achten schon rechts auf
den uns bekannten Wilcox Campground, den wir auch gleich finden und
anfahren. Wir brauchen nicht lange zu suchen und finden einen Platz. Einen
Umschlag den wir mit Namen und KfZ-Nr. ausfüllen, haben wir direkt an der
Einfahrt mitgenommen. Ich bringe jetzt gleich diesen Umschlag mit 14
Dollar Gebühr zum Eingang zurück und werfe ihn in den Behälter. Für
andere Besucher ist diese Selbstbedienung wohl etwas zu kompliziert, denn
mehrfach habe ich anderen das Verfahren erklärt. Auch das man einen
Abschnitt des Umschlags direkt am Stellplatz befestigt, ist den meisten
nicht klar. Der Wilcox Creek Campground ist ein absoluter
Naturcampingplatz. Die Plumpsklos tragen ihr übriges dazu bei. Da wir in
unserem Wohnmobil noch genügend Feuerholz liegen haben, braucht keiner
durch den Wald stöbern und suchen, sondern das Feuer kann sofort angezündet
werden. Schon bald genießen wir lecker gegrilltes Fleisch mit Nudelsalat
im Freien. Wir spielen noch Uno und legen uns schon gegen 10 Uhr schlafen. |
| Montag,
17. September - Tag 17 |
Wie
schon vor 2 Jahren ist auch diese Nacht auf dem Wilcox Creek Campground für
mich eher eine Tortour als eine Erholung. Irgendwas muß dieser Platz
haben was mich am schlafen hindert. Jedenfalls bin ich wach als die
anderen drei aufstehen, und wir können nach einen kleinen Frühstück
unsere Reise Richtung Norden fortsetzen. Allerdings ist die erste Etappe
heute nur kurz, ungefähr 4 Kilometer. Schon um halb 10 erreichen wir das
Icefields Centre und besorgen uns auch gleich Tickets für die Snocouch
Tour. Diese Fahrt zählt schon zu unserem Standardprogramm auf unseren
Canada-Trips. Das erste Mal waren wir 1993 und das zweite Mal 1999 auf dem
Athabasca Gletscher. Heute machen wir also bereits die dritte Tour auf`s
Eisfeld. Aber noch nie waren wir bisher morgens oben, dass spart uns durch
die Coupons auf den Mountain Guides immerhin 8 Dollar. Und noch ein
Vorteil: es ist viel weniger los. Nachmittags kann man auf dem Gletscher
und auch im Shop des Icefield Centres kaum vor Menschen laufen. Heute
morgen ist das anders. Gegen 10 Uhr startet die Tour im Reisebus bis auf
den Berg an den Gletscher heran. Dort steigen wir in den großen Snowcoach
Bus mit riesengroßen Reifen. Diese Busse sind eigens für diese Tour
gefertigt. Weil wir ganz vorne sitzen haben wir natürlich den Vorteil,
gerade die Fahrt auf der steilsten unbefestigten Straße Nordamerikas
hinauf auf den Gletscher aus der ersten Reihe zu genießen.

Nach dem Ausstieg wird uns die morgendliche Kälte besonders klar,
nachmittags ist es etwas wärmer, weil dann auch die Sonne aufs Eis
scheint. Jetzt ist noch Schatten, außerdem hat es in der Nacht geschneit
und das Eis ist teilweise extrem glatt. Sehr schön ist auch, dass man länger
auf dem Eis bleiben kann, weil noch nicht so viele Menschen nach oben möchten.

Wir würden in jedem Falle beim nächsten Mal den Vormittag wieder
vorziehen, die ganze Tour hat mehr Ruhe und es ist noch nicht diese
Massenabfertigung. Wieder im Icefields Centre beginnt hier bereits der
Trubel.
Ich fahre uns vier als nächstes zu den Athabasca Falls.
 |
Natürlich
nutzen wir das tosende Wasser als schönes Fotomotiv. Und die uns
aus Vancouver bekannten Steinskulpturen finden wir hier auch.
Ungefähr eine halbe Stunde später erreichen wir Jasper. Ich hätte
nicht erwartet noch einen Platz mit Strom zu bekommen. Die Full
Hook-up Plätze sind alle belegt, hätten sowieso den Nachteil
gehabt, dass man kein Feuer machen könnte. So freuen wir uns sehr
über unseren Platz. Diesen fahren wir kurz an und begeben uns
erst mal in den Ort Jasper. Geparkt wird allerdings nicht wie fast
alle anderen Wohnmobile auf dem großen Parkplatz am Bahnhof,
sondern auf dem kleinen Stellplatz neben dem Feuerwehrgebäude.
Von hier führt unser erster Weg ins Info Centre, und der zweite
in die Patricia Street zum kurzen shoppen. In den Gift Shops
gucken wir heute allerdings nur, kaufen tun wir nur ein bisschen
Fleisch und Zutaten für Hamburger in dem kleinen Supermarkt. Zurück
auf dem Campingplatz beginnt unser heutiges Barbeque. Wir grillen
Koteletts und machen uns leckere Hamburger. Die starken
Brunftschreie der Elche zwischendurch geben uns hier ein
besonderes Gefühl der Wildnis. Wapitihirsche in der Nähe sind
hervorragende Fotomotive.
Am Abend setze ich das Wohnmobil nochmals in Bewegung, damit wir
zum weit entfernten Duschraum fahren können. |
|
| Dienstag,
18. September - Tag 18 |
Heute Nacht
gab es ein leichtes Gewitter und Regen. Es wird Herbst, dass ist heute
morgen zu merken. Für heute ist eine Fahrt mit der Jasper Tramway auf den
Whistler Mountain geplant. Aufgrund des Wetters fährt aber keine Bahn auf
den Berg und es ist auch nicht klar ob in den nächsten Stunden eine
fahren wird. So ändern wir kurzerhand unseren Plan und fahren heute über
den Yellowhead Highway Richtung Westen mit Ziel Mount Robson. An der
Provinzgrenze nach British Columbia beginnt auch der Mount Robson Park.

Gleichzeitig wird uns hier kurzfristig eine Stunde Zeit geschenkt, da wir
die Zeitzone wieder durchfahren. Wunderschön liegt irgendwann auf der
linken Seite der Moose Lake im Sonnenschein. Leider können wir an dem
View Point nicht stoppen, so dass für den Rückweg geplant wird. Das
Wetter spielt auf dieser Tour verrückt, erst Sonne, dann Regen und wieder
Sonne. Als wir das Mount Robson Info Centre erreichen fällt sogar
kurzzeitig Schnee.

Durch den Schneeregen rennen wir ins Info Centre und decken uns mit noch
fehlenden Broschüren ein. Im Restaurant in der Nähe der Info genießen
wir ein leckeres Mittagessen und fahren schließlich den Yellowhead
Highway Richtung Jasper zurück. Leider regnet es ein wenig als wir am
Moose Lake halten, und durch die starke Bewölkung hat der See die Schönheit
des morgens verloren. Also setze ich die Fahrt fort, und uns wird an der
Provinzgrenze die geschenkte Stunde wieder gestohlen. Eigentlich schade,
denn beim folgenden Shoppingnachmittag in Jasper wäre uns diese Stunde
sehr gelegen gekommen. Als würde es morgen nichts mehr geben ziehen wir
durch die Läden und kaufen Tütenweise Pins, Shirts und vieles mehr. Der
Inhaber des Souvenirgeschäftes an der Patricia Street gibt uns sogar ein
paar Pins als Zugabe hinzu.

Unsere Einkaufstour brechen wir im Connaught Drive wegen Regens ab. Das
kombinierte Pizza Hut / KFC Restaurant kommt uns da gelegen. Wir werden
bei dem Wetter ja abends nicht grillen, also kann man noch ein paar
Chicken Strips essen. Angela verspeist einen Twister. Der Regen hört
etwas auf, und so können wir die Shoppingtour nach dem Abendessen
fortsetzen und schließlich das Wohnmobil aufsuchen. Die Rückfahrt zum
Campingplatz ist durch die zwei schönen Regenbogen bestimmt, die Angela
und ich ständig versuchen zu fotografieren. Da springt Angela schon mal
aus dem Fahrzeug auf die Straße oder ich stoppe auf einem matschigen
Platz um selbst ein Foto machen zu können...
Die letzte Fahrt führt uns heute Abend wieder zum Duschraum, hinter dem
sich Massen an Wapitihirschen versammelt haben. Die Laute der Tiere werden
die ganze Nacht zu hören sein. Vor dem Schlafengehen spielen wir noch ein
paar Runden Uno und wundern uns über unser Nachbarwohnmobil vor dem ein
alter Mann den Inhalt eines Riesenkochtopfes schon stundenlang umrührt! |
| Mittwoch,
19. September - Tag 19 |
In
der Hoffnung an unserem letzten Tag in Jasper noch auf den Mount
Whistler zu kommen, fahren wir gleich morgens wieder zur Tramway.

|

Und tatsächlich fährt die Bahn uns heute durch eine starke Bewölkung
bis auf den Gipfel. In der großen Kanzel stehen wir inmitten
vieler anderer Touristen und erfahren, dass uns oben etwas
besonderes erwartet: Schnee. Dieser Schnee ist in der vergangenen
Nacht gefallen, und sorgt auf Mount Whistler, unterstützt durch
den Wind, für eisige Kälte. |
Auch die starke Bewölkung lockert immer wieder auf, so dass wir immer
wieder einen schönen Ausblick auf Whistler und ausreichende Möglichkeiten
zum fotografieren haben. Im Restaurant im ersten Stock des Gebäudes
genehmigen wir uns etwas zu trinken und einen Muffin während wir die
Aussicht genießen. Im Anschluß warten wir ein paar Minuten bis wir mit
der roten Gondel wieder abwärts fahren können. Ursel findet einen der
vier kleinen Ecksitzplätze, und merkt erst unterwegs, dass der Sitz nass
ist. Ärgerlich nur, dass sie in der vollen Gondel nicht aufstehen kann.
Zum Glück ist das Wohnmobil in der Nähe und sie kann die Hose schnell
wechseln bevor wir unseren letzten Jasper-Nachmittag im Ortszentrum
erleben.

Heute parken auch wir am Bahnhof, und gehen zuerst zum Mittagessen wieder
ins Pizza Hut / KFC Restaurant. Dort teilen wir uns eine kleine Pizza und
treffen die Busfahrerin die uns auf den Athabasca Gletscher gefahren hat.
Schon gewaltig ein Arbeitsweg von 100 Kilometern...
Zum Schluß machen wir noch die letzten Einkäufe in Jasper und fahren
schließlich zum Campingplatz zurück. Dort entleert Johann zuerst die
Abwassertanks, dann fahren wir kurz über den Platz um uns noch ein
bisschen umzuschauen und fahren gleich darauf auf unseren Stellplatz. Wir
haben noch einiges an Grillfleisch im Kühlschrank, so dass wir heute noch
grillen. Es ist die letzte Gelegenheit dazu, weil auf den nächsten beiden
Campingplätzen in Edmonton und Calgary keine Grillfeuer möglich sind. Außerdem
ist es heute noch relativ warm. Aber der Sommer ist vorbei, dass ist uns
in den letzten beiden Tagen deutlich geworden.
Gegen 18 Uhr sind die Spare Ribs fertig und wir genießen sie sehr. Im
Anschluß spielen wir Uno und fahren zwischen den Spielen kurz zum
Duschraum. Das war leider unser letzter Tag in Jasper. Und leider auch der
letzte Tag in den Rocky Mountains. Nur eines bedauern wir ein wenig, nämlich
dass wir auf unserer Tour durch die Nationalparks auf keinen Bären gestoßen
sind. Unsere Hoffnung morgen noch einen zu sehen, ist verschwindend
gering. Also müssen wir wieder kommen!
|
| Donnerstag,
20. September - Tag 20 |
Um kurz
nach 9 Uhr verlassen wir Whistlers Campground und machen damit einen der
Wartenden glücklich, die schon jetzt auf einen Platz mit Strom hoffen.
Vor zwei Jahren haben auch Angela und ich dort gestanden, jetzt steht dort
sogar ein kleines Wartehäuschen.
An der Esso Tankstelle an Jaspers Connaught Drive fülle ich noch schnell
unseren Tank, während Johann die Scheiben putzt. Dann geht`s schnell
weiter, denn vor uns liegen schließlich weit über 300 Kilometer. Der
erste Teil der Strecke ist sehr schön, noch mit Bergen und Lakes. Ein
entgegenkommendes Fahrzeug mit Fotografen die sehr langsam über den
Seitenstreifen fahren, gibt uns Hoffnung noch einen Bären zu sehen, aber
Fehlanzeige. Als wir den Nationalpark verlassen sind wir traurig, dass die
Berge hinter uns liegen und jetzt zum größten Teil flaches Land vor uns
liegt. Trotzdem führt der Yellowhead Highway auf dem wir fahren,
zwischenzeitlich durch sehr schöne Gegenden. Eine Stunde nach unserer
Abfahrt in Jasper halten wir zum ersten Mal in Hinton. Der riesige Safeway
ist für die nächsten 60 Minuten unser Ziel. Hier kaufen wir alles was
wir in den nächsten Tagen in Edmonton noch brauchen. Auch eine dieser süßen
Torten mit den Johann und ich schon seit Tagen liebäugeln geht in unseren
Besitz über. Immerhin sparen wir durch meine Safeway Club Karte fast 5
Dollar auf dieses Produkt.
Weiter geht die Fahrt Richtung Provinzhauptstadt. Der nächste Stop nach
einer weiteren Stunde in Edson. Hier essen wir zu Mittag. Zum ersten mal
auf unserer Reise bei Dairy Queen: Cheeseburger, Bacon Cheese,
Chickenburger...
Die letzte Etappe bis Edmonton durch eine doch relativ langweilige aber
sehr leicht zu fahrende Strecke wird durch immer mehr zunehmenden Verkehr
bestimmt. Je dichter die Großstadt, desto mehr LKW`s und Autos bevölkern
die Straße und auch umso mehr Werbeschilder stehen am Fahrbahnrand. Die
Fahrt quer durch Edmonton führt uns vorbei an der West Edmonton Mall. Von
hier kennen wir noch vom letzten Mal den Weg zu unserem
Wunsch-Campingplatz, den Whitemud Creek RV. Diesen steuern wir auch an, in
der Hoffnung noch einen Platz zu erwischen. Schon vor zwei Jahren waren
wir über die Straße dorthin entsetzt, und auch in diesem Jahr rattern
wir durch unzählige Schlaglöcher. Wir kriegen auch sofort einen Platz für
fünf Nächte und fahren wenig später wieder den Weg zur West Edmonton
Mall zurück.

Dieses weltweit größte Einkaufszentrum ist unser Hauptziel der nächsten
Tage. Am heutigen Abend machen wir eine erste Runde durch die WEM und sehe
das, was wir in den Nationalparks vermisst haben: Bären.
Drei kleine Bärenkinder haben hier für
ein paar Tage eine Bleibe gefunden. Für 10 Dollar hat man die Möglichkeit
die Tiere zu streicheln und bekommt ein Polaroid dazu. Die Einnahmen sind
für den Schutz der Bären in freier Wildbahn bestimmt. Heute belassen wir
es hier bei Fotos.

Es ist dunkel, als wir gegen halb neun die Mall langsam verlassen und vom
Parkplatz fahren möchten. Hier hören wir wieder die Eisenstange unter
dem Fahrzeug. Dieses ist heute Abend besonders witzig, da wir im dunkeln
über eine Ampelkreuzung mit wartenden Autos fahren und durch diese
Eisenstange extrem viele Funken hinter uns herziehen. Die Stange biegt
Johann auf dem Campingplatz zurück, während wir anderen unsere Filme
sortieren und schon mal die Karten fürs Uno-spielen mischen. |
| Freitag,
21. September - Tag 21 |
Heute
startet der Tag ohne Frühstück, sondern mit der Fahrt nach Edmonton in
die WEM. Wir steuern denselben Parkplatz wie gestern an und schnappen uns
unsere Badeklamotten. Zuerst gehen wir aber frühstücken in der noch
ziemlich Besucherlosen Mall. Hauptsächlich Angestellte der diversen Geschäfte
sind schon unterwegs. Sehr zu empfehlen ist das Frühstück bei Harvey`s
Swiss Chalet. Die freundliche Bedienung, an die wir uns noch von 1999
erinnern, arbeitet noch immer hier und verkauft uns Pancakes, Bacon,
Scrambled Eggs, Toast und Fries. Ein unglaublich leckeres und sättigendes
Frühstück. Jetzt sind wir gerüstet für ein Badeparadies der
Superlative.

Der World Waterpark ist nur ein paar Minuten vom Food Court entfernt. Weil
heute nicht alle Rutschen geöffnet haben, bekommen wir eine Ermäßigung
auf den Eintrittspreis. Auch werden an den Rutschen gerade
Renovierungsarbeiten durchgeführt, dieses stört aber nicht. Zuerst zieht
es uns vier in das große Badebecken.

Die Wellen die fast ständig das Wasser in Bewegung halten, bringen uns
immer wieder zum unfreiwilligen tauchen. Eine Einweg-Unterwasserkamera die
ich vor einigen Tagen in Banff gekauft hatte kommt hier heute und jetzt
zum Einsatz. Die geöffneten Rutschen wechseln des öfteren, so dass wir
doch einigen Spaß auf verschiedenen Rutschen haben. Auf die extremen
Rutschen auf denen man wie im freien Fall hinunterrutscht traut sich aber
keiner von uns.
 |
Zum Mittagessen können wir den Wasserpark verlassen. Man läßt
sich einfach einen Stempel geben und kann jederzeit wieder hinein,
auch die Schließfächer kann man beliebig oft öffnen. So gehen
wir in aller Ruhe zum etwas weiter entfernten zweiten Food Court
am Galaxyland und entscheiden uns unter einem großen
Essensangebot für KFC für Johann und Ursel und für chinesisch für
Angela und mich. Zur Mittagszeit herrscht hier ziemlich viel
Betrieb, aber ein Platz ist immer zu finden. Im Anschluß
verbringen wir den Rest des Tages wieder im Schwimmbad. Am
Nachmittag öffnen noch weitere Rutschen und das Bad wird voller.
Am Abend gehören wir beinahe zu den letzten die gehen. Die Geschäfte
haben aber noch alle geöffnet und so können wir noch ein bißchen
durch die Läden stöbern. Weil wir jetzt noch gerne unsere Kamera
abgeben möchten, um zu gucken ob die Bilder gut geworden sind,
gehen wir zum Japanischen Fotogeschäft in der Nähe von The Bay.
Hier sollen unsere Bilder in der nächsten Stunde fertig werden.
Zwischendurch können Angela, Ursel und ich weiter nach schönen
Dingen Ausschau halten. Johann geht derweil ins Wohnmobil. Um
viertel nach acht sind die Bilder fertig, und kosten inclusive
doppeltem Druck nur ungefähr 15 Dollar und sind wirklich gut
geworden. Der Preis ist für die Menge relativ günstig, zumindest
im Verhältnis zu den Fotogeschäften in Deutschland, in denen der
Einstunden-Service noch ordentlich extra kostet. So halten wir die
ersten Erinnerungsfotos in den Händen und gehen zum Wohnmobil zurück,
mit dem wir auch gleich zum Whitemud Creek Campingplatz zurückfahren
um dort nach kurzem Uno-spielen einzuschlafen. |
|
| Samstag,
22. September - Tag 22 |
Die geräumigen
Duschen auf dem Whitemud Creek RV sind unser erstes Ziel heute morgen. Im
Anschluß gibt es Frühstück. Johann isst Brot mit Belägen, während wir
anderen drei mit einem Muffin in den Tag gehen. Der Grund das wir heute im
Wohnmobil frühstücken und nicht in der West Edmonton Mall ist der, dass
wir heute morgen nicht dorthin fahren, sondern zum Fort Edmonton Park. Wir
hoffen, dass der Park noch geöffnet hat. Als wir kurz vor elf dort sind,
scheint es zuerst als wäre er geschlossen, weil nur sehr wenige Fahrzeuge
auf dem Parkplatz stehen und manche Besucher zurück kommen. Trotzdem
gehen wir zum Eingang und sehen das das Fort geöffnet hat. So zahlen wir
den Eintritt und schon erklärt uns ein Angestellter des Parks wie dieser
aufgeteilt ist, und zu welchen Zeiten die Kutschen fahren. Da die Kutsche
gerade voll ist, verzichten wir und gehen zu Fuß, was ohnehin zu
empfehlen ist.

Durch unseren Weg gehen wir die Zeit in der Geschichte zurück. Wir
starten in der 1920 Street, d.h. hier stehen Gebäude die ungefähr in
diesem Jahr gebaut wurden. Teilweise als Original und teilweise als
Nachbildung. Die nächste Straße ist die 1905 Street, es folgt die letzte
Straße die 1885 Street.

In viele Gebäude kann man hineingehen und teilweise sind sogar
Angestellte vor Ort, die die Besucher über das entsprechende Gebäude
aufklären.

Der letzte Geschichts-Haltepunkt ist das Fort Edmonton von 1846. Auch hier
kann man in die Räumlichkeiten hinein und sieht viele interessante Dinge
aus vergangenen Zeiten. Als wir diese vier Bereiche durchlaufen haben,
gehen wir ebenfalls zu Fuß zurück zum Eingang, und angrenzendem Bahnhof.
Hier steht eine große Lok und eine Spielzeugeisenbahn fährt hier in
einer großen Landschaft hinter Glas. Im Souvenirshop kaufen wir noch jede
Menge Pins und weitere Souvenirs. Hier erfahren wir auch, dass hier morgen
eine große Jahresabschlussparade stattfindet, die wir gerne gesehen hätten.
Aber es würde bestimmt auch ziemlich voll werden, und so haben wir heute
mit wenigen anderen Besuchern einen günstigen Tag erwischt, zumal das
Wetter perfekt ist.
Den späten Nachmittag verbringen wir noch in der West Edmonton Mall, in
der am heutigen Samstag ein starker Besucherandrang herrscht. So essen wir
hier nur unser Abendessen und fahren bald wieder ab. Diesmal zum heutigen
Endziel Whitemud Creek RV. Es ist noch schön hell und warmes Wetter, so
dass ein Spaziergang über das Gelände des großen Golfplatzes der beste
Ausklang des Tages ist. |
| Sonntag,
23. September - Tag 23 |
Es ist
Sonntag, und somit eigentlich ein Tag zum ausschlafen, aber nicht für
uns. Gegen viertel nach sieben stehen wir auf und machen uns reisefertig.
Die ganze Nacht hatte ich Ohrenschmerzen und konnte schlecht schlafen. So
stört mich die frühe Stunde auch nicht. Der Grund zum frühen aufstehen
ist der, dass wir zur West Edmonton Mall fahren möchten um zu frühstücken
und zweitens weil wir die frühe Stunde nutzen möchten, um in Ruhe in der
noch Besucherleeren Mall Fotos und Videoaufnahmen machen zu können. Unser
Frühstück holen wir uns selbstverständlich wieder bei Harvey`s Swiss
Chalet. Im Anschluß an Schinken und Pancakes führt uns der nächste Weg
zu den drei Bärenkindern.

Angela und ich nutzen die einmalige Chance zum streicheln des strohigen Bärenfells
und hoffen, das die 10 Dollar wirklich in den Tierschutz investiert
werden. Kurz vor Mittag verlassen wir die Mall zu der wir später noch zurückkehren
und fahren Richtung Edmonton Downtown. Wir halten an einem Safeway und ich
kaufe ein paar Getränke, eine neue Unterwasserkamera und eine dicken
Stadtplan. Trotz Sonntag ist der Laden hier prall mit Kunden gefüllt.
Weiter geht die Fahrt zum Legislature Building, dem Regierungsgebäude der
Provinzhauptstadt Albertas.

Hier halten wir uns längere Zeit auf, machen aber keine der kostenlosen Führungen,
sondern gehen lieber durch das Interpretive Centre gegenüber des Gebäudes
und können hier unterirdisch bis zum Regierungsgebäude gehen. Hier unten
sind verschiedene Ausstellungsstücke zu besichtigen, wie beispielsweise
von Schülern nachgebaute Forts.

Nach dem Besuch des Legislature Buildings möchten wir gerne noch zum
Muttart Conservatory. Hier stehen die uns nur von Postkarten bekannten
Glasspyramiden. Leider ist der kleine Parkplatz hoffnungslos überfüllt,
und auch im angrenzenden Wohngebiet finden wir keinen Halteplatz für
unser großes Gefährt und so müssen wir leider abdrehen. Und abdrehen
tun wir Richtung West Edmonton Mall. Etwas merkwürdig kommt uns auf
diesem Weg vor, dass an verschiedenen Kreuzungen drei Auto an den Ampeln
liegengeblieben sind. Fahren hier alle nur Schrottkarren ? In der WEM
steuern wir A&W an und essen Mama Burger und Grilled Chicken! Nach nur
einer Stunde Aufenthalt hier, fahren wir wieder auf unseren Campingplatz
zurück. Obwohl wir unterwegs ständig Baufahrzeuge antreffen, ist die
Straße hierhin weiterhin eine Katastrophe. Dafür ist der Campingplatz
den wir um 6 Uhr erreichen um so ruhiger, und wir genießen diese Stille,
als wir noch ein paar Postkarten schreiben und unsere Prospekte und Pins
sortieren. In über drei Wochen Urlaub hat sich eine ganze Menge
angesammelt und die Schränke sind mittlerweile alle voll. |
| Montag,
24. September - Tag 24 |
Die letzte
Woche ist angebrochen, und die Ohrenschmerzen sind in der vergangenen
Nacht noch heftiger geworden. Trotzdem fahren wir wieder in die Mall der
Superlative zum Frühstück bei Harveys, und wir nehmen auch gleich unsere
Badeklamotten mit. Weil der Wasserpark heute aber erst um 12 Uhr öffnet,
machen wir vorher die Submarine Tour und haben schöne Ausblicke aus dem
U-Boot in die Aquarien mit kleinen und großen Fischen. Auch Haie sind
hier zu bewundern.
Als der World Waterpark die Tore öffnet,
gehören wir zu den ersten Besuchern und können wenig später wieder im
warmen Wasser baden. Einen Reifen um auf den Wellen zu reiten besorgen wir
uns auch sofort. Allerdings ist heute die Lufttemperatur deutlich kühler
als am Freitag, und so wird es manchmal ziemlich frisch.

Am besten hilft in der Situation natürlich einer der warmen Whirlpools,
von denen wir einen schönen Ausblick auf die Rutschen haben. Eine Rutsche
auf der man mit einem Plastiksitz steil herunterrutscht und auf den Wellen
weiterreitet hat es und besonders angetan. Die gestern gekaufte
Unterwasserkamera muß für Bilder herhalten, und so können wir weitere
lustige Actionfotos im Wasser machen. Der gesamte Tag verstreicht heute
wieder im Schwimmbad, nur zum essen verlassen wir das Wasser einmal für längere
Zeit.

Das das viele Wasser für mein rechtes Ohr nicht das Beste ist, merke ich
am Abend, als wir die Bilder zum entwickeln geben. Ich höre nur noch
schlecht und habe starke Schmerzen. Aber noch ist es auszhalten und wir
warten auf unsere Fotos, die wir heute bei London Drugs machen lassen.
Dieser Film ist ebenso schön geworden, wie der andere Film am Freitag.
Also können wir mit neuem Reiseballast zum Campingplatz zurück fahren
und dort unsere letzte Nacht verbringen. |
| Dienstag,
25. September - Tag 25 |
Bei mir
beginnt unser letzter Tag in Edmonton mit extremen Ohrenschmerzen. Wir
verlassen ein letztes Mal den Campingplatz in Edmonton, fahren ein letztes
Mal die lange und katastrophale Strecke, und erreichen ein letztes Mal die
West Edmonton Mall. Aber es ist nur eine Frage der Zeit wann wir zurückkehren.

Als wir in der Mall ankommen, möchte ich vor dem Frühstück gerne
Ohrentropfen im Pharmaziebereich bei London Drugs kaufen, die Verkäuferin
erklärt Angela und mir aber, dass sie ohne Rezept keine Ohrentropfen
verkaufen darf. Sie empfiehlt mir das Medical Center in der Mall und wir
beide entschließen uns dorthin zu gehen. Auch Ursel und Johann verzichten
auf das Frühstück bei Harvey`s und gehen in der Zwischenzeit zum
Wohnmobil zurück. Die Verkäuferin bei Harvey`s guckt zwar enttäuscht,
sieht aber an meinem geschwollenen Kopf das etwas nicht stimmt. Aber
versprochen: wenn wir wieder in Edmonton logieren, kommen wir zu Harvey`s.
Im Medical Center fülle ich zuerst ein Anmeldeformular aus, zahle
pauschal 50 Dollar. Nur wenige Minuten später bin ich bei einer netten Ärztin
in Behandlung. Sie verschreibt mit Tropfen und Tabletten und meint, dass
die Schmerzen nachlassen werden. Vielleicht hätte ich gestern nicht mehr
im Wasserpark rumtollen sollen, das Ohr soll trocken gehalten werden. Die
Medikamente werden bei London Drugs gefertigt, und ich nehme diese dann
voller Genuß, in der Hoffnung die Schmerzen lassen nach. In die Mall
kehren wir jetzt nicht mehr zurück, sondern verlassen Edmonton.

Der Weg auf den Highway 2 Richtung Süden nach Calgary ist von der Mall
leicht zu finden. Ich höre zwar schlecht, aber die Medikamente zeigen
erste Wirkung und ich kann ohne Probleme fahren. Die Strecke ist sehr eintönig
und langweilig mit relativ wenig Verkehr. Halten tun wir zwischendurch nur
um die ständig wieder schmutzigen Scheiben zu putzen. In Red Deer machen
wir unseren Tankstop. Zum ersten Mal auf der ganzen Reise tanken wir an
einer Serve-Tankstelle von Shell. Bisher haben wir immer selbstgetankt und
darauf verzichtet.
Jetzt fahren wir noch ungefähr eineinhalb Stunden bis Calgary. Schon von
weitem, bestimmt 50 Kilometer vorher, können wir die Skyline sehen. Unser
Campingplatz soll der KOA Campground im Westen von Calgary werden. So müssen
wir noch eine Weile fahren, und durch eine größere Baustelle durch, die
aber keinen großen Zeitaufwand bedeutet. Beim KOA mieten wir uns für
zwei Nächte ein, den letzten beiden mit dem Wohnmobil. Mein geschwollenes
Gesicht kommt mir ziemlich peinlich vor, aber es scheint nicht so extrem
aufzufallen wie ich denke. Nur mein schwaches Gehör fällt auf, weil ich
ständig nachfragen muß...
Wir erfahren während unserer Registrierung auch, dass ein Shuttle Bus vom
KOA in die Stadt fährt. Diesen Service nutzen wir aber nicht, weil für
heute nichts auf dem Plan steht. Ich möchte lieber etwas Ruhe haben, um
meinem Gehör nicht noch weiter zu schaden. Morgen fahren wir dann mit dem
Wohnmobil zum Canada Olympic Park. Dieser liegt nur eine Straße weiter.
Als wir unseren Stellplatz auf einer kleinen Anhöhe gefunden haben, lege
ich mich hin, und versuche zu schlafen. Aber es ist zu warm heute, so dass
ich nicht zum schlafen komme. Die anderen drei erkunden derweil den
Campingplatz. Das Schwimmbecken ist geschlossen, der Spielraum hat geöffnet
und auch Minigolf kann man hier spielen. Vom KOA haben wir einen schönen
Blick auf die Wohngebiete die hier, etwas außerhalb der Stadt, liegen.
Sehr schön ist das auch am Abend und in der Nacht anzuschauen. Ebenfalls
haben wir einen guten Blick auf die Sprungschanzen des Olympic Parks. |
| Mittwoch,
26. September - Tag 26 |
Die
erste Nacht auf dem KOA Campground haben wir gut verbracht. Sie war zwar
ziemlich kühl, aber unsere Heizung im Wohnmobil funktioniert ja gut. Nach
unserem Frühstück fahren wir kurz zum Safeway an der Bowness Road.
Dieses ist der dem KOA am nächstenliegende Safeway. Hier kaufen wir
Wattepads für meine Ohren, und drehen auch gleich wieder in Richtung
Westen über den Highway 1 ab. Auf der linken Seite, nur eine Straße vor
der Abbiegung zum KOA, liegt der Canada Olympic Drive. Hier fahren wir
rein und sind wenig später auf dem Parkplatz des Canada Olympic Parks.
Bei unserem Besuch vor zwei Jahren haben wir diesen zu Fuß erkundet.

Besonders der Fußweg entlang der Bobbahn, den Berg hoch zu den Sprungtürmen,
war ziemlich lang. So entschließen wir uns dieses Mal für eine geführte
Tour. Als unsere Tour um 12 Uhr beginnt, sind wir die einzigen Touristen,
die diese Fahrt im Van mitmachen. Die freundliche Samantha fährt uns erzählend
durch den Park. Auch wenn Johann und Ursel kein Englisch sprechen, können
Angela und ich doch einiges übersetzen. Wir stoppen auch am Ice House.
 |
Hier trainieren die Bobfahrer den Start auf einer Bahn auf der sie
hin und herfahren können. Wir haben sogar Gelegenheit dieses zu
beobachten. Weiter führt uns die Tour entlang der Bobbahn zu den
Sprungschanzen. Der starke Wind ist hier auf dem Berg noch
extremer als unten. Die größte Schanze fahren wir mit einem gläsernen
Fahrstuhl hoch. Auch hier oben erklärt uns Sam die Schanze und
die Ausstellungsstücke, wie beispielsweise den Unterschied alter
und neuer Skier. Natürlich haben wir hier auch einen guten Blick
auf das Olympia Gelände, auf Calgary Downtown und entgegengesetzt
auf die Berge der Rocky Mountains. Der Gläserne Fahrstuhl bringt
uns auch wieder runter. Nun fahren Angela und Johann mit der
Zweiergondel den Berg wieder hinunter. Ursel wegen Höhenangst und
ich wegen meinem Ohr wieder mit Sam und dem Van. Unten ist die
Tour beendet und wir zwei können die beiden Gondelfahrer in
Empfang nehmen. |

In Eigenregie gehen wir jetzt zur Olympic Hall of Fame. Zuerst gucken wir
das Video und im Anschluß fahren wir mit dem Fahrstuhl nach oben und
testen unser eigenes sportliches Können. Und wir stellen fest, dass wir
uns in den beiden vergangenen Jahren doch erheblich verbessert haben. Wir
erreichen 3 mal Gold, nur Johann muß sich mit Silber begnügen. Der Rückweg
führt uns am Museum vorbei und dann direkt ins Restaurant. Hier essen wir
eine Kleinigkeit und wundern uns über den Besucheransturm, der ansetzt
als wir gerade fertig sind. Auch der Shop ist kurze Zeit später gut
besucht, als Ursel ihren Großeinkauf tätigt. Ihr guter Einkauf wird mit
Zugaben von Schirmmützen und Sitzkissen belohnt.
Um viertel vor drei verlassen wir schließlich dem Olympic Park und fahren
zum nahegelegenen RV Wash. Morgen geben wir das Wohnmobil schließlich ab
und da soll auch alles sauber sein. Nur die Reinigung zwischen Alkovenbett
und Fahrerkabine müssen wir abbrechen, weil das Wasser plötzlich durchläuft...
Den Rest des Nachmittag verbringen wir ab halb vier auf dem Campingplatz.
Da wir ja morgen das Wohnmobil verlassen müssen, ist für heute nur noch
packen angesagt. Aber wohin mit all den vielen Sachen ? Zum Glück packen
wir nur provisorisch für unseren Umzug ins Hotel, dort können wir in ein
paar Tagen in Ruhe und mit viel Platz ordentlich und flugtauglich packen.
|
| Donnerstag,
27. September - Tag 27 |
Heute geht
ein großer Abschnitt unseres Urlaubs zuende: es ist der Tag der
Wohnmobilrückgabe. Zum Glück erwarten uns noch ein paar Tage in Calgary
Downtown. Bevor wir zur Cruise Canada Vermietstation fahren, packen wir
die letzten Sachen notdürftig in die vielen Koffer und Taschen und machen
die letzten Reinigungsarbeiten. Schließlich wollen wir das Wohnmobil in
einem ordentlichen Zustand zurückgeben.

Wir machen die letzten Fotos vom Wohnmobilinneren und von außen. Johann
biegt ein letztes Mal die Eisenstange zurecht, und um halb 10 fahren wir
vom KOA ab.

Cruise Canada liegt in Richtung Flughafen auf der anderen Seite der Stadt,
sodass wir noch über den Highway 1 durch die Stadt fahren müssen. Nach
einer guten halben Stunde und zwanzig Kilometern fahren wir auf das Gelände
von Cruise Canada. Und wie soll es auch anders sein, genau hier setzen wir
mit der Eisenstange wieder auf. Ziemlich peinlich, alle gucken, aber wir
sind schuldlos. Es stellt auch kein Problem dar und wird auch nicht mit
Kosten belegt. Die nächste große Aufmerksamkeit hat unser vieles Gepäck
das wir vor dem Office aufstellen: 4 Koffer, 4 Reisetaschen, 4 Taschen
Handgepäck, Videotasche, und diverse Tüten mit den restlichen Getränken.

Nach kurzer Wartezeit gehen Angela und ich mit einer Angestellten zum
Wohnmobil. Sie macht einen kleinen Rundgang und checkt die Tanks. Da der
Gastank ziemlich leer ist, zahlen wir ein paar Dollar, sowie ein paar
Dollar für die 37 Kilometer die wir zuviel gefahren haben. Die per
Kreditkarte hinterlassene Kaution bekommen wir vollständig zurück. Nach
Erledigung des schriftlichen bestellt die Cruise Canada Angestellte für
uns zwei Taxen. Wegen dem ganzen Gepäck ist ein Auto auf jeden Fall zu
klein. Sie gibt uns zwei Belege für die Fahrer, die auch sehr schnell
kommen, und schon startet der für uns kostenfreie Transfer ins Hotel. Die
beiden Taxen fahren zwar zu unterschiedlichen Zeiten ab, auf der Strecke
allerdings überholen wir uns immer gegenseitig. Es dauert nur eine
Viertelstunde und beide Taxen erreichen das Hawthorn Hotel & Suites in
der 5th Avenue SW in Calgary Downtown. Hier hatten Johann und ich vor zwei
Jahren unsere ersten Tage verbracht, allerdings hieß das Hotel damals
noch Prince Royal Hotel & Suites. An der Rezeption bekommen wir kurz
später unser Zimmer zugewiesen. Unser eigentlich vorgesehenes Zimmer ist
noch nicht frei, so dass wir ein anderes bekommen. Auch für vier Personen
ist ein Zimmer ausreichend, mit 2 Schlafzimmern und Riesenbetten, großer
Küche, Toilette und einem großen Wohnzimmer mit Eckecke. Unser an der
Hausecke liegendes Zimmer hat sogar einen Balkon. Zuerst richten wir uns
ein bißchen ein und verlassen den Raum eine Stunde später um in Downtown
spazieren zu gehen. Wir gehen durch den Stephen Avenue Walk, zum Tower
Centre und zum Info Centre. Hier finden wir die bei uns so beliebten
Stampede Poster. Auf den Tower gehen wir am Abend im dunkeln. Man hat
einen guten Ausblick auf die City und den schön beleuchteten Saddledome,
in dem heute Abend die Backstreet Boys auftreten.
Zum Abendessen überlegen wir uns den Zimmerservice zu bestellen. Dieser
liefert allerdings bis 10 und als wir erst kurz vorher im Zimmer ankommen
bestellen wir mit Rücksicht auf das Küchenpersonal doch nicht. Da unser
Hotel nur wenige Meter vom Subway Restaurant entfernt ist uns uns dieses
fast ins Fenster blendet, gehen Angela und ich schnell rüber und besorgen
ein paar warme Baguettes. Die "Classic Sub Steak & Cheese"
schmecken echt lecker und wir bedauern schon nicht öfter bei Subway
gegessen zu haben. Den restlichen Abend verbringen wir vor dem Fernseher.
Auf Fox läuft gerade "Who wants to be a princess". Ein Europäischer
Prinz sucht eine Frau. Die Frauen kennen den Prinzen aber nicht - und wir
haben von diesem Italiener auch noch nie gehört... |
| Freitag,
28. September - Tag 28 |
| Die
Hotelbetten sind sehr bequem und ausgeschlafen spazieren wir heute
morgen zum Eau ClaireYMCA. Hier gibt es ein leckeres Frühstück.
Den anliegenden Eau Claire Market
besuchen wir im Anschluß. Ein etwas anderes Einkaufszentrum, das
stark auf Frischeartikel ausgelegt ist. Aber auch jede Menge
andere interessante Geschäfte sind hier zu finden. Allerdings ist
das Gebäude von innen nicht besonders schön ausgestattet, sonder
hat mehr den Charme einer großen Halle. Ein paar Souvenirgeschäften
und dem Shop der Mounted Police statten wir einen Besuch ab.
|
 |

Im oberen Stockwerk gibt es ein Geschäft mit ägyptischen Artikeln.
Tausende kleine und große Andenken wirken wie ein großes Pharaonengrab.
Über Mittag ziehen wir uns in unser Hotelzimmer zurück, und sortieren
unsere Mitbringsel und Prospekte.
Am Nachmittag schlendern wir ein weiteres Mal durch die City. Das
Municipal Building und die Fußgängerzone werden besucht. In einem
Souvenirgeschäft finden Ursel und ich noch diverse Gifts. Der Inhaber
versucht uns noch viele weitere Artikel zu verkaufen.

Vieles hätten wir auch gerne gekauft, aber die meisten Sachen haben wir
allerdings schon zuhause oder im Hotelzimmer. Auch im TD Square kaufen wir
unsere letzten Souvenirs. Angela findet noch ein paar Pullover in einer
Boutique. Den Rest des Tages müssen wir leider auf dem Hotelzimmer
verbringen, weil wir ja leider packen müssen, denn morgen fliegen wir
leider zurück...
Voller Hektik und Angst nicht alles passt in unsere Taschen suchen wir
unsere sieben Sachen zusammen, nur Johann sitzt vor dem Fernseher. Mit Glück
finden wir Platz für alle unsere Sachen, kompliziert ist es auch aufgrund
der Tatsache, dass wir keine Spitzen Teile ins Handgepäck einpacken
wollen.
Zum Abendessen holen Angela und ich nochmals Baguettes von Subway. Noch in
Ruhe ein bißchen fernsehen und unser letzter Abend in Canada ist vorbei.
Wir schlafen ein und träumen von den vergangenen 4 Wochen.
|
| Samstag,
29. September - Tag 29 |
 |
Die
letzte Nacht ist vorbei. Heute fliegen wir zurück nach
Deutschland. Vorher gehen wir aber nochmals im YMCA frühstücken,
und einen etwas anderen Weg zurück. Hier finde ich ein
Flaggengeschäft, in dem ich gerne noch ein paar Landkarten
gekauft hätte. Das Gepäck ist aber komplett verstaut und ich
habe auch keine Lust heute morgen noch alles wieder umzupacken. Außerdem
sind die Taschen sowieso voll.
Wir verbringen noch eine Stunde
auf dem Zimmer, dann hole ich einen Rollwagen aus der Lobby und
wir laden unser Gepäck auf. Gegen 12 Uhr checken wir aus, bleiben
aber noch eine Stunde in der Lobby sitzen. Auf einen letzten
Spaziergang in den Stephen Avenue Walk verzichten wir. Kurz nach
eins bestellt uns die nette Hotelangestellte einen Taxibus, und
nach 15 Minuten Fahrzeit kommen wir schon am Flughafen an.
Aufgrund der Pressemitteilungen sind wir schon so früh am
Airport, denn erst um 6 Uhr abends soll der Flieger starten. Ohne
lange Wartezeit können wir einchecken. Unsere Koffer brauchen wir
jetzt nicht mehr zu schleppen. Die Air Canada Angestellte fragt
noch nach spitzen Gegenständen und Nagelfeilen und läßt uns
dann weitergehen. Jetzt haben wir noch viel Zeit. Der Flughafen
ist sehr schön mit einer kleinen Flaniermeile angelegt.
|

Wir kaufen noch ein paar Kalender und setzen uns vor die Bildschirme mit
den etlichen Abflugdaten. Einige Zeit später fahren wir eine Etage höher.
Hier gibt es einen Food Court mit diversen Schnellrestaurants. Während
die anderen drei eine warme Mahlzeit vorziehen, hole ich mir einen Kuchen.
Die Zeit vergeht sehr schnell und wenig später gehen wir durch den Zoll.
Es wundert uns sehr, dass hier alles reibungslos und sehr schnell
vonstatten geht. Geprüft werden lediglich Fotoapparate und Videokamera.
Nichts mit großer Kontrolle. Jetzt nur noch eine kurze Wartezeit am Gate,
die wir mit dem ausgeben der letzten Dollars verkürzen, und um halb 6
gehen wir pünktlich an Bord. 30 Minuten später heben wir ab. Wir haben
noch einen schönen Blick auf die Rocky Mountains und nehmen Abschied von
Canada. Zumindest für dieses Jahr. Der Airbus 340 von Air Canada gefällt
uns sehr gut. Er ist sehr geräumig. Der Bordservice ist sehr nett, und
Getränke bekommen wir mehr als genug. Auch das Essen (Chicken) schmeckt
gut. Als Film läuft "Shreck", diesen gucken wir und im Anschluß
gehen die Lichter aus, und die meisten Passagiere schnarchen durch die
Nacht. Besonders hinter uns sitzt ein extremer Schnarchpatient...

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| Sonntag,
30. September - Tag 30 |
Der Flug
verläuft sehr ruhig. Vom Passagier hinter uns kann man das nicht gerade
behaupten...
Nach gut 9 Stunden Flugzeit landen wir in Frankfurt. Angela sitzt schon
wie auf Kohlen, als das Gate nicht frei ist. Um 15:40 Uhr Ortszeit in
Frankfurt können wir endlich aussteigen und das Wettrennen gegen die Zeit
beginnt. Um kurz nach 16 Uhr soll schließlich unser Weiterflug nach
Hamburg starten. Wir fragen eine Flughafenmitarbeiterin kurz nach dem Weg
und rennen über die Laufbänder zum Abflugterminal. Treppe rauf,
Treppe runter. Überall stehen Leute im Weg. Zum Glück erreichen wir den
Flieger, denn auf lange Wartezeiten auf dem Flughafen haben wir keine Lust
nach einem langen Tag.
Der Lufthansa Jet ist sehr leer. Fast alle Plätze sind noch frei. Es geht
jetzt alles sehr schnell. Abflug, Service, Ankunft. Die Zeit vergeht im
wahrsten Sinne des Wortes wie im Fluge. Eine gute Dreiviertelstunde später
kommen wir in Hamburg an. Unser Gepäck kommt sehr schnell. Der Zoll begrüßt
uns gar nicht, aber dafür der Taxifahrer der schon auf uns wartet. Nach
fast zwei Stunden Taxifahrt erreichen wir nach langem Staustehen unser
Zuhause.
Unser schöner Urlaub ist zuende. Aber nach diesem Trip sind wir darin
bestätigt noch öfter nach Canada zu fliegen.
Bis bald! |
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Canada
Day 2006
Olympischen
Winterspiele 2010 in Vancouver / Whistler
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